Assange Gericht
© Reuters Julia Quenzler/Reuters
Die von einem Gerichtszeichner festgehaltene Szene zeigt Julian Assange während der Anhörung zum Auslieferungsantrag der USA (24. Februar 2020).
Nach Angaben von Julian Assanges Anwalt zog die USA seine Entführung und Ermordung in Betracht. So viel zum "Rechtsstaat" USA.
In Großbritannien laufen die Anhörungen zum US-Auslieferungsverfahren gegen Julian Assange. Wie dessen Anwalt am Dienstag erklärte, hätten die Vereinigten Staaten sogar in Erwägung gezogen, den Journalisten zu entführen oder zu töten.

Seit Montag laufen in Großbritannien die Anhörungen um den US-Auslieferungsantrag gegen den WikiLeaks-Gründer Julian Assange. Die britische Polizei hatte Assange im April 2019 in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen, in die sich der Australier 2012 aus Furcht vor einer Auslieferung an die USA geflüchtet hatte.

Ende vergangenen Jahres war herausgekommen, dass die US-Geheimdienste in Kooperation mit der spanischen Sicherheitsfirma UC Global die Botschaft Ecuadors in London seit Jahren intensiv ausspioniert hatten.

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Die USA verletzten grob die Privatsphäre von Assange und zogen die Vergiftung des Wikileaks-Gründers in Betracht.
Wie Assanges Anwalt Edward Fitzgerald bei der Anhörung am Dienstag erklärte, wurden die von UC Global angefertigten Überwachungsaufzeichnungen gesammelt und alle zwei Wochen den US-Geheimdiensten übergeben. Überwacht wurden auch Assanges Besprechungen mit seinem Anwaltsteam, was eine Verletzung auch des Anwaltsgeheimnisses darstelle, so Fitzgerald.

Es gab Gespräche darüber, ob extremere Maßnahmen in Betracht gezogen werden sollten, wie die Entführung oder Vergiftung von Assange in der Botschaft", sagte Fitzgerald vor dem Gericht.

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