Nach dem Wahlsieg von Alexander Lukaschenko bei den Präsidentschaftswahlen in Weißrussland im August begannen dort Proteste, die durch das Ausland befeuert werden. Der Westen behauptete, Lukaschenko hätte Wahlbetrug begangen. Die Stabilität des Landes steht seitdem auf der Kippe. Jetzt wurde Lukaschenko erstmals ausführlich über die Geschehnisse interviewt.
Alexander Lukaschenko Interview
© Sputnik Nikolai Petrow
Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko im Gespräch mit vier russischen TV-Journalisten
Die Straßenproteste gegen den langjährigen Präsidenten Alexander Lukaschenko dauern an. Schwankt jetzt seine Macht? Plant er politische Reformen oder gar seinen Abgang? In einem langen TV-Interview erklärt Lukaschenko, wie er die Krise im Land lösen will.

Alexander Lukaschenko, am 9. August in einer umstrittenen Wahl zum sechsten Mal wiedergewählt, wird derzeit mit einer andauernden Protestbewegung in seinem Land konfrontiert. In der weißrussischen Hauptstadt gehen jedes Wochenende zehntausende Menschen auf die Straße, darunter sehr viele junge Leute. Sie wollen Alexander Lukaschenko als Präsidenten nicht mehr anerkennen.

~ RT Deutsch
Während sich Russland zu Recht besorgt über die Interventionsversuche des Westens in die inneren Angelegenheiten Weißrusslands zeigte und diese Bemühungen verurteilte, versucht der Westen das Land auch weiterhin zu destabilisieren.
Die Staatsmacht geht zwar nicht mehr so brutal gegen Demonstranten vor, wie noch in der ersten Protestwoche nach den Wahlen. Sie setzt jedoch nach wie vor auf repressive Maßnahmen, die Festnahmen gehen weiter. Die letzte Protestanführerin - Marija Kolesnikowa -, die noch im Land geblieben ist, wurde gerade wegen ihrer "Aufrufe zur Machtergreifung" festgenommen.

Die EU und Nachbarstaaten wie Polen und Litauen haben den Wahlsieg von Lukaschenko nicht anerkannt und die Polizeigewalt scharf verurteilt. Vor diesem Hintergrund lebt derzeit das Verhältnis zwischen Russland und Weißrussland wieder auf. Nach dem Besuch des russischen Premierministers Dmitri Mischustin in Minsk wird Lukaschenko nächste Woche zum Gegenbesuch in Moskau erwartet.In einem Interview für die Vertreter der vier größten russischen staatlichen Fernsehkanäle, darunter auch RT, erwähnte Lukaschenko mehrmals "meinen Freund", den russischen Präsidenten. Das Interview dauerte fast zwei Stunden und ist auf YouTube mit der deutschen Simultanübersetzung zugänglich.

~ RT Deutsch
Das gesamte Interview finden Sie hier: