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Wasser auf dem Mond schon 1976 von Sowjets entdeckt, doch von westlichen Wissenschaftlern ignoriert

Historische Infografik zur
© NASAHistorische Infografik zur "Lunar-24"-Mission.
New York (USA) - Der Nachweis von Wasser, gebunden im Mondboden und als Eislager am Grund von immerdunklen Kratern an den Polen des Erdtrabanten, kam einem Paradigmenwechsel in den Vorstellungen vom Erdenmond als kalte und staubtrockene Ödnis gleich. Mittlerweile ist das Mondwasser schon zu einem begehrten Rohstoff für zukünftige bemannte Stationen und angedachte Missionen zum Mars und erdnahen Asteroiden geworden (...wir berichteten, s Links). Allerdings brachte schon eine der letzten Mondmissionen der Sowjets wasserreiches Gestein vom Mond zurück zur Erde - ein Umstand, der von westlichen Wissenschaftlern damals und bis heute ignoriert wurde.

Wie Arlin Crotts, von der Columbia University in drei Artikeln zur Geschichte der Entdeckung von Wasser auf dem Mond (s. Links) vorab auf "arxiv.org" ausführt, fanden schon die sowjetischen Lander-Missionen in den 1970er Jahren eindeutige Hinweise auf Wasser auf dem Erdtrabanten.

Zu diesen, im Westen kaum bekannten Missionen gehört auch die unbemannte Mission "Luna-24", die im August 1976 auf dem Mond gelandet war, hier Bodenproben aus zwei Metern Tiefe entnommen und diese zurück zur Erde zurückgeschickt hatte (s. Abb.).

Telescope

Letzte Möglichkeit vor 2117: Beobachtung des Venustransits

Venustransit 2004
© NASAVenustransit 2004
Saarbrücken (Deutschland) - Während der letzte Venustransit erst im Juni 2004 zu beobachten war, wird die nächste sichtbare Passage der Venus zwischen Erde und Sonnenscheibe erst wieder im Jahr 2117 zu sehen sein. Mit Sicherheit ist es also der letzte Venustransit, den wir zu unseren Lebzeiten direkt beobachten können. Weltweit bereiten sich Wissenschaftler, Forscher und astronomische Laien auf das Himmelsschauspiel vor und wollen sogar den Mond als gewaltigen Spiegel zur Beobachtung des Transits nutzen.

Der Grund für die jeweiligen Doppeltransits im Abstand von jeweils acht Jahren mit einem Abstand von dann wieder 105 bzw. 122 Jahren liegt in dem Umstand, dass die Voraussetzung für die Miniatur-Sonnenfinsternis - also die Konstellation von Sonne, Venus und Erde in exakt einer Linie - aufgrund der gegeneinander um 3,4 Grad geneigten Umlaufbahnen von Venus und Erde - nur entsprechend selten gegeben ist. Deshalb verläuft in 98 - 99 von 100 Fällen die Venusbahn ober- oder unterhalb der gemeinsamen Ebene mit Sonne und Erde. Identische Bahnebenen von Erde und Venus vorausgesetzt, wäre der Venusdurchgang alle 1,6 Jahre zu beobachten.

Schon während der Venustransits im 18. Jahrhundert nutzten Wissenschaftler das Ereignis, um mit Hilfe der Trigonometrie von unterschiedlichen orten auf der Erde aus den Abstand zwischen Erde und Sonne zu ermitteln. Dabei erbrachte auch der erstmals beobachtete leichte Halo-Schein um den Planeten den ersten Beweis für eine vorhandene Venus-Atmosphäre (s. Abb. o.). Da auch das Weltraumteleskop Kepler derartige Transits zur Entdeckung und zum Nachweis von fernen Planeten außerhalb des Sonnensystems - sogenannten Exoplaneten - nutzt, erhoffen sich Wissenschaftler aus den vergleichsweise nahen Beobachtungen des bevorstehenden Vorbeizug der Venus vor der Sonnenscheibe Verbesserungen der bisherigen Methoden und Interpretation der Daten ableiten zu können.

Telescope

Hubble zeigt, dass Milchstraße mit Galaxie Andromeda zusammenstoßen wird

Kollision Andromeda und Milchstraße
© NASA; ESA; Z. Levay and R. van der Marel, STScI; T. Hallas; and A. MellingerKünstlerische Darstellung der vorhergesagten Kollision zwischen der Milchstraße (r.) und ihrer Nachbargalaxie Andromeda (l.), wie sie in 3,75 Milliarden Jahren am nächtlichen Erdhimmel zu sehen sein wird (Illu.).
Washington (USA) - Auf einer Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag haben NASA-Wissenschaftler erklärt, durch Beobachtungen mit dem Hubble-Weltraumteleskop nun in der Lage zu sein, mit großer Genauigkeit ein Ereignis vorherzusagen, das nicht nur "unsere Sonne, auch unser Sonnensystem und sogar die ganze Galaxie beeinflussen wird: Der gigantische Zusammenstoße unserer Milchstraße mit unserer Nachbargalaxie Andormeda.

"Unsere Galaxie, die Milchstraße, wird nach diesem Zusammenstoß, nicht mehr die selbe sein", so die Forscher um Roeland van der Marel vom Space Telescope Science Institute (STScI) in Baltimore. Allerdings geben die Forscher zugleich auch Entwarnung: Der kosmische Zusammenstoß der beiden Galaxien wird sich erst in vier Milliarden Jahren ereignen. Die Ergebnisse und darauf beruhenden Simulationen sind das Ergebnis von detailgenauen Beobachtungen der Bewegungen der Andromeda-Galaxie (auch bekannt als M31) mit dem Weltraumteleskop Hubble und wurden aktuell in einer Artikelreihe im Fachjournal Astrophysical Journal veröffentlicht.

Obwohl es durchaus wahrscheinlich sei, dass bei diesem Vorgang unsere Sonne von ihrer derzeitigen Position in eine gänzlich neue Region geschleudert wird, werde sowohl unser Muttergestirn als auch das Sonnensystem und damit auch die Erde bei diesem Vorgang, bei dem die beiden Galaxien direkt aufeinandertreffen, nicht zerstört."

Beaker

Gelähmte Ratte kann wieder laufen

Schweizer Forscher haben Nervenfasern von gelähmten Ratten so repariert, dass sich die Tiere wieder fortbewegen können.
ratte
© EPF
Schweizer Forscher haben gelähmte Ratten mit schweren Rückgratverletzungen wieder zum Laufen gebracht. Dies berichtet ein Team um Grégoire Courtine von der Ecole Polytechnique Fédérale in Lausanne (Science, Bd. 336, S. 1182, 2012). Zwar ist bekannt, dass verletzte Nervenfasern sich erholen können, doch galt dies bei schweren Schäden als ausgeschlossen. Den Studienautoren gelang es jedoch, mit einem neuartigen Verfahren, regenerative Prozesse im Rückgrat anzustoßen.

In dem vor fünf Jahren in Zürich begonnenen Projekt spritzen die Forscher den Ratten zuerst bestimmte Neurotransmitter. Diese imitieren chemische Signale, die bei gesunden Tieren das Gehirn sendet. Kurz danach werden die Nervenfasern des Rückgrats über eingepflanzte Elektroden auch elektrisch stimuliert.

Magnify

Körper reagiert auch auf unpersönliche Berührungen mit Erregung

Berührung
© SXCBerührung
Erhöhte Temperatur im Gesicht zeigt unbewusste Erregung an

Selbst eine unpersönliche Berührung durch einen anderen Menschen macht uns im wahrsten Sinne des Wortes heiß: Die Gesichtshaut erwärmt sich messbar und zeigt damit eine unbewusste körperliche Reaktion an. Das haben britische Forscher in einem Experiment herausgefunden. Bei diesem berührten sie die Haut von weiblichen Versuchspersonen an verschiedenen Stellen kurz mit einem vermeintlichen Hauttestgerät. Eine Infrarotkamera zeichnete währenddessen die Temperaturveränderungen im Gesicht der Probandinnen auf. Als Reaktion auf die Berührungen erwärmte sich die Haut der Frauen an Stirn, Mund und Nase. Das Ergebnis zeige, dass Hautkontakt selbst dann körperliche Reaktionen hervorrufe, wenn er in einem wenig emotionalen Zusammenhang wie beispielsweise einer Laborsituation erfolge, berichten die Forscher im Fachmagazin "Biology Letters" der britischen Royal Society.

Schon länger ist bekannt, dass sexuelle oder emotionale Erregung körperliche Reaktionen hervorruft, die auch die Hauttemperatur eines Menschen verändern: "Angst beispielsweise bewirkt eine schnelle Erwärmung um die Augen herum, während die Temperatur der Wangen leicht absinkt", erklären Amanda Hahn und ihre Kollegen von der University of St. Andrews. Sexuelle Erregung erhöhe dagegen die Durchblutung der Gesichtshaut vor allem an der Stirn und im Mundbereich. Unklar war aber bisher, ob auch einfache Berührungen in Alltagssituationen ohne begleitende Emotionen eine solche Reaktion hervorrufen können.

Hauttest vorgetäuscht

Um zu testen, wie der Körper und das Unbewusste auf nicht-emotionale Berührungen reagieren, griffen die Forscher zu einem Trick: Sie täuschten ihren insgesamt 39 Probandinnen vor, sie würden deren Hautgesundheit mit einem neuartigen Gerät untersuchen. Ein Experimentator - mal männlich, mal weiblich - berührte dafür die Haut der Frauen an Händen, Armen, dem Brustbein und dem Gesicht kurz mit einem kleinen, leuchtenden Gerät.

Sherlock

Yetis und Bigfoot: Wissenschaftler wollen Gewebeproben untersuchen

Frühmenschen beobachten Riesenaffen
© d.umn.edu Archivbild: Frühmenschen beobachten eine Gruppe Riesenaffen (Gigantopithecu).
Oxford/ England - Während eine wissenschaftliche DNA-Analyse mehrerer Gewebeproben des von Legenden umwobenen nordamerikanischen Waldmenschen Bigfoot bzw. Sasquatch kurz vor der Veröffentlichung in einem anerkannten naturwissenschaftlichen Fachmagazin stehen soll und schon vorab nichts weniger von sich behauptet, als den endgültigen wissenschaftlichen Beweis für die Existenz der Kryptiden zu erbringen (...wir berichteten, s. Links), verkünden davon unabhängige Wissenschaftler von Rang und Namen nun, ebenfalls angebliche Proben von Bigfoot, Sasquatch, Yeti & Co untersuchen zu wollen.

Unter der namhaften Leitung des Oxford-Humangenetikers Professor Bryan Sykes und des Direktors des Zoologiemuseums in Lausanne, Michel Sartori, sollen sich auch weitere Experten, darunter der Anthropologe, Kryptozoologe und Sasquatch-Experte Dr. Jeffrey Meldrum von der Idaho State University an dem Projekt beteiligen.

Im Rahmen des sogenannten "Oxford-Lausanne Collateral Hominid Project" wollen die Wissenschaftler Knochen, Haare und andere Gewebearten systematisch untersuchen, die angeblich von Bigfoot, Yetis oder den jeweilig lokalen Varianten der noch immer nicht wissenschaftlich anerkannten aufrecht gehenden Großprimaten aus aller Welt stammen sollen.

Pharoah

Spektakuläre Grabkammer mit 80 Mumien in Peru gefunden

Ausgrabungen Peru
© ULBBlick auf die aktuellen Ausgrabungen von Pachacamac.
Brüssel/ Belgien - In Peru haben belgische Archäologen einen spektakulären Fund gemacht: In einer großen Grabkammer in Pachacamac fanden die Forscher 80 teilweise sehr gut erhaltene Mumien und Skelette unterschiedlichen Alters.

Rund 30 Kilometer von Lima entfernt an der Pazifikküste gelegen, wurde das etwa 1000 Jahre alte Pachacamac von unterschiedlichen Kulturen, darunter auch von den Inkas, als kulturelles Zentrum, genutzt und steht derzeit kurz vor der Aufnahme in die Welterbe-Liste der UNESCO.

Wie das Team um Professor Peter Eeckhout von der Université libre de Bruxelles (ULB) berichtet, befindet sich die große Grabkammer direkt vor dem großen Tempel von Pachacamac und zählt schon jetzt zu den wichtigsten dortigen Funden.

Frog

Ein Frosch der abfärbt

Eine neu entdeckte Froschart gibt Forschern Rätsel auf: Der Winzling sondert bei Berührung gelbe Farbe ab. Gefunden wurden die Tiere im Hochland von Panama - ungewöhnliche Geräusche hatten sie verraten.
gelber frosch, Diasporus citrinobapheus
© dpaNicht farbecht: Der Frosch Diasporus citrinobapheus
Frankfurt/Main - Einen leuchtend gelben Frosch, der bei Berührung abfärbt, haben Forscher im dichten Regenwald von Panama aufgespürt. Warum das nur etwa zwei Zentimeter große Tier seine Farbe abgibt, ist den Wissenschaftlern allerdings noch ein Rätsel. Zur Abwehr von Feinden sei die Eigenschaft jedenfalls ungeeignet, da die Farbe keine giftigen Komponenten enthalte, berichtete das Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt.

Das deutsch-panamaische Expeditionsteam entdeckte zugleich eine Frosch- und eine Salamanderart wieder, die im Hochland des mittelamerikanischen Landes seit mehreren Jahrzehnten nicht gesichtet wurden.

Sun

Sonnenlicht beeinflusst Bahn von Asteroiden

rq36, nasa
© NASA/JPL-CaltechIm Jahr 1999 erstellte Radaraufnahmen von 1999 RQ36.
Die bislang präziseste Messung der Umlaufbahn eines Asteroiden hat einen kuriosen Effekt des Sonnenlichts dokumentiert: Es verpasst dem etwa 500 Meter großen Himmelskörper namens 1999 RQ36 immer wieder einen sanften Schubs, so dass er sich in den vergangenen 12 Jahren 160 Kilometer von seiner vorausberechneten Bahn entfernte. Das sei der bisher eindrucksvollste Nachweis dieses sogenannten Yarkovsky-Effekts, berichten Wissenschaftler der NASA. Diese Informationen könnten auch in Berechnungen einfließen, die Auskunft darüber geben sollen, ob ein Asteroid einen möglichen Kollisionskurs mit der Erde erreichen könnte, sagen die Forscher.

Der Yarkovsky-Effekt ist nach einem russischen Ingenieur benannt, der das Sonnenlicht als mögliche Einflussgröße bei der Bewegung von Asteroiden bereits um 1900 vorgeschlagen hat. Die Ursache für eine sanfte Drift der Himmelskörper ist demnach die unterschiedlich starke Erwärmung ihrer Seiten. Die „Nachmittagsseite“ des rotierenden Asteroiden ist dabei wärmer als die „Vormittagsseite“, da letztere durch die vorangehende Nacht ausgekühlt ist. Von der wärmeren Seite geht folglich mehr Wärmestrahlung als von der kälteren aus. Durch diesen unterschiedlichen Strahlungsdruck entsteht dann eine winzige Kraft, die auf den Himmelskörper einwirkt.

Sun

Hinweise häufen sich, dass Zellen mittels Lichtwellen kommunizieren

Biophonen-Botschaft
© Sergey Mayburov / arxiv.orgBeispiel für eine Biophonen-"Botschaft" (Spitze) eines Fischeies während eines 400 sekündigen Beobachtungszyklus.
Moskau/ Russland - Die Hinweise darauf, dass lebende Zellen Photonen, also Lichtteilchen, aussenden und empfangen können, mehren sich zusehends. Ein russischer Wissenschaftler liefert nun Belege dafür, dass diese Biophotonen eine bislang unbekannte Form der Zellkommunikation sein könnten.

Biophotonen selbst, bzw. deren physikalische Auswirkungen, sind schon seit Jahrzehnten Inhalt sowohl von intensiver Forschung als auch ebenso hitzig geführter Debatten. Während gerade in einigen Bereichen der Esoterik und der Alternativmedizin ihre Existenz oft als Nachweis für eine von der Naturwissenschaft noch nicht erkannte Lebenskraft und als eine mögliche Erklärung für die Aura gedeutet wird, verweisen Kritiker darauf, dass diese derart schwach seien, dass Messungen noch nicht einmal eine Aussage über die in den Zellen herrschenden Strahlungsverhältnisse ermöglichen.

Dass Zellen grundsätzlich jedoch Biophotonen abgeben, ist nachweisbar. Wie Zellen Biophotonen jedoch erzeugen, darüber herrscht noch weitestgehend Uneinigkeit.