Sonne, Mond, Planeten und Sterne sind die üblichen himmlischen Begleiter bei Tag und bei Nacht. Hin und wieder gesellt sich ein Komet hinzu, ein kosmischer Brocken aus Eis und Dreck mit einem langen Schweif.
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© dpaKomet Lovejoy im Jahr 2011
Der letzte prachtvolle Komet über Mitteleuropa war Hale-Bopp vor 16 Jahren. Es ist also höchste Zeit, dass sich mal wieder ein Komet blicken lässt.

Schon im März könnte Panstarrs den Abendhimmel zieren. Derzeit steht der Komet im Sternbild Mikroskop am Südhimmel. Doch am 10. März durchläuft er den sonnennächsten Punkt seiner Bahn und taucht danach an unserem abendlichen Westhimmel auf.

Komet Panstarrs zieht dann durch Fische, Andromeda und Cassiopeia und sollte auch mit bloßem Auge zu sehen sein - womöglich mit einem schönen Schweif. Anfang April steht er knapp neben der berühmten Andromeda-Galaxie, was ein besonders hübsches Treffen werden wird.

Bei Helligkeitsprognosen muss man aber stets etwas auf die Euphoriebremse treten, denn die launischen Kometen halten sich nicht unbedingt an die Vorgaben der Astronomen.

Doch ein wenig Vorfreude auf Panstarrs darf sich allmählich einstellen. Seinen Namen verdankt der Komet übrigens der Teleskopanlage auf Hawaii, mit der die Entdeckung gelang.

Der zweite große Komet des Jahres dürfte ISON werden, ein weiteres Exemplar, das nach einem Teleskop heißt. Ende November zieht ISON haarscharf an der Sonne vorbei und dürfte dann sogar am blauen Tageshimmel zu sehen sein.

Die Astronomen freuen sich: Gleich zwei schöne Kometen nähern sich unserer Erde - das lange Warten hat bald ein Ende.