
Aus Gewebe- und Zellproben, die noch in den 1970er Jahren von damals noch lebenden Exemplaren genommen und 40 Jahre lang im Gefrierschrank aufbewahrt wurden, konnten nun Forscher des sogenannten "Lazarus Project" nun durch den sogenannten somatischen Zellkern-Transfer die inaktiven Zellkerne aus Eiern der Magenbrüterfroschart Rheobatrachus silus in zuvor von deren Inhalt bereinigte lebendige Eier der den Magenbrütern entfernt verwandten Südfroschart Mixophyes fasciolatus einpflanzen. "Einige der Eier begannen sich dann ganz spontan zu teilen und wuchsen bis zur frühen Embryonalphase - einer kleinen Kugel aus lebenden Zellen - heran", berichten die Forscher um Professor Mike Archer von der University of New South Wales noch vor der ordentlichen Publikation ihrer Studie in einem Fachmagazin.
Obwohl keiner der so entstandenen Embryos mehr als einige Tage lang überlebte, zeigten genetische Tests, dass die geteilten Zellen das genetische Material der ausgestorbenen Froschart beinhalteten.
"Wir beobachten derzeit, wie Lazarus sich wieder von den Toten erhebt - das jedoch Schritt für Schritt", kommentiert Archer den derzeitigen Stand der Experimente. "Es ist uns gelungen, die toten Zellen zu reaktivieren und so das Genom einer ausgestorbenen Froschart wiederzubeleben. Jetzt haben wir frische Zellen der ausgestorbenen Frösche, die wir in zukünftigen Klon-Experimenten verwenden können."
Die Forscher sind zuversichtlich, dass die derzeit noch existierenden Hürden technologischer und nicht biologischer Natur sind, somit schon in absehbarer Zukunft behoben und gesunde, lebensfähige Magenbrüterfrösche geklont werden können. "Damit steht uns hoffentlich schon bald ein vielversprechendes Werkzeug zum Schutz und zur Erhaltung hunderter vom Aussterben bedrohter Amphibien zur Verfügung", so Archer.
Quelle: unsw.edu.au



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