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© Jürgen Peperhowe

Der Spargel wird in diesem Jahr deutlich später gestochen. Gitte Droste aus Füchtorf und ihr Sohn Bennet auf einem ihrer Felder.
Frühen Spargel? Wird’s dieses Jahr nicht geben. Stattdessen liegt noch später Schnee. Die anhaltende Kälte drückt auch beim Edelgemüse aufs Frühlingsgefühl und bringt den Kalender der Landwirte durchein­ander.


„Die Spargelbauern könnten schon Geld verdienen, stattdessen müssen sie jetzt noch Schnee schippen“, kommentierte Matthias Rüb von der Landwirtschaftskammer NRW. Das sei insofern ärgerlich, als dass die Saison nun einmal am 24. Juni ende und nicht verlängert werden könne. „Da zählt im Grunde genommen jeder Tag.“

Gitte Droste aus Füchtorf vertritt gemeinsam mit Nicole Pries die Interessengemeinschaft der Spargelhöfe in ihrem Ort. Frühen Spargel? „Schön wäre‘s“, sagt sie. Es fehlten einfach die höheren Temperaturen. „So wächst einfach nichts.“ Anders als in den Vorjahren sei „in dieser Saison vor Mitte April nicht mit der ersten Ernte zu rechnen“, ergänzt Anne Arenskötter von Bäcker’s Erdbeer- und Spargelhof in Münster. Ehrlichweise müsse man allerdings auch dazusagen, „dass wir in den vergangenen Jahren ziemlich verwöhnt waren“. Spargel im März habe es in früheren Jahren, als Gemüse folienfrei, dafür aber unter freiem Himmel aufwachsen durfte, nie gegeben.
„In dieser Saison ist vor Mitte April nicht mit der Spargelernte zu rechnen.“

Anne Arenskötter
„Wir brauchen jetzt dringend Sonnenstunden, damit sich der Boden endlich erwärmen kann“, sagt Werner Löbke vom gleichnamigen Obst- und Gemüsehof in Ibbenbüren-Laggenbeck. Auch er hatte gehofft, pünktlich zu Ostern den ersten Spargel stechen zu können. „Schiebt sich die Ernte nach hinten, wird sie letztlich zu kompakt“, sagt der Landwirt. Will sagen: Dann wird der Markt mit frischem Spargel förmlich überschwemmt. Das ist vielleicht gut für den Kunden, „aber aus unserer Sicht schlecht für den Preis“.

Während die Spargelbau­ern im Münsterland in den Startlöchern stehen, machen sich ihre Kollegen im Rheinland schon auf den Weg auf die Äcker. Die Spargelernte beginnt dort in der Regel acht bis zehn Tage früher.

Ganz im Westen des Münsterlandes, dort, wo es sich fast schon wie Rheinland anfühlt, liegt der Hof Mäteling. Dort werden Erdbeeren angebaut und auch Spargel. „Wir liegen völlig in der Zeit, fangen in den nächsten Tagen an, den Spargel zu stechen“, sagt Rita Blumenroth. Nah am Rheinland, eben.