In Deutschland haben wir den kältesten März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor über 120 Jahren hinter uns. Was uns der Sommer bringen wird, wissen wir nicht. In Nordamerika, dem größten Getreideproduzenten der Welt, wird eine Dürre erwartet, die dem berüchtigten »Dust Bowl« in der Zeit der Großen Depression der 1930er Jahre in nichts nachsteht.

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Durch Washingtons verrückte Politik, Farmern Subventionen für den Anbau von Mais zu zahlen, der dann als Biotreibstoff verbrannt wird, werden die Getreidepreise im nächsten Herbst weltweit drastisch steigen. Hier wirken Mensch und Natur zusammen an der Vorbereitung einer
Katastrophe.
Die quasi-religiösen Verfechter der längst widerlegten Theorie der Erderwärmung sind gezwungen, zu einem linguistischen Trick Zuflucht zu nehmen und von »Klimawandel« zu sprechen. Vergessen ist das sorgsam aufgebaute Märchen über CO
2 und andere »Treibhausgas«-Emissionen aus menschengemachten Quellen wie Autos oder Kohlekraftwerken, die zu einem weltweiten »Kipppunkt« führen würden, an dem Eisberge schmelzen, New York City überschwemmt und der Himalaja in ein grasbewachsenes Wandergebiet verwandelt wird. Man will uns glauben machen, jede Wetterveränderung sei das Resultat einer schrecklichen menschengemachten Umweltverschmutzung.
Die Sonne wird ignoriertAstrophysiker - die in den Medien nie so viel Aufmerksamkeit finden wie Untergangspropheten wie Al Gore & Co. - versichern schon lange, den weitaus größten Einfluss auf die Wetterlage auf der Erde übe die Sonne aus und nicht der Mensch. Die Sonne ist ein Ball von enormer Energie, der selbst Sonneneruptionen zu- und abnehmender Intensität erlebt. In einer Phase abnehmender Intensität, wie sie seit ungefähr 2007 herrscht, sinkt die Temperatur auf der Erde. In Deutschland wurden im März so wenige Sonnentage gezählt wie nie in einem Vergleichsmonat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Kein Sonnenschein bedeutet: Erde und Menschen absorbieren weniger Energie. Tatsächlich beeinflussen die Eruptionen auf der Sonne, oder deren periodisches Ausbleiben, die Ozeane - im Pazifik kommt es zu Wetterphänomenen wie El Niño oder La Niña - , sogar Vulkanausbrüche und die Muster des Jetstreams, kurz: die globale Wetterlage.
iDer deutsch-englische Astronom Wilhelm Herschel entdeckte im 18. Jahrhundert das Phänomen der Sonnenflecken, er stellte die Vermutung auf, dass sie das Wetter auf der Erde beeinflussten. Von seinen Kollegen erntete er Hohn und Spott. Heute können wir die Veränderungen des Sonnenwindes und der Sonnenaktivität präzise messen und mit dem Auftreten bestimmter Isotopen in Bodenproben oder Jahrtausende alten Eisbergen vergleichen, um den Zusammenhang zwischen Sonneneruptionen oder deren Ausbleiben und dem Erdklima Jahre oder Jahrzehnte später zu untersuchen.
iiIn den Klimamodellen des IPCC wird die Sonne überhaupt nicht erwähnt. In keiner seiner Computersimulationen wurde der Einfluss der Sonne berücksichtigt. Der Klimarat ignorierte den wichtigsten Faktor und forderte, gestützt auf grundlegend fehlerhafte Modelle, eine Umkehr in der weltweiten Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik. Erst kürzlich meldete die amerikanische NASA: »Die Anzahl der Sonnenflecken liegt deutlich unter dem Wert von 2011, starke Sonneneruptionen treten weniger häufig auf.«
Würden wir das Geld, das wir derzeit für unsinnige Theorien von einer Erderwärmung aus dem Fenster werfen, in echte wissenschaftliche Forschung investieren, wüssten wir viel mehr darüber, was uns das Wetter bringen wird. Einige Behörden in den USA haben uns mit der Weigerung überrascht, Präsident Obamas Mantra vom Global Warming anzuerkennen, sie veröffentlichen Berichte, die sich auf ihr bestes Wissen stützen. Eine solche Behörde ist die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA).
Schlimmere Dürre in den USA vorhergesagtBei der jährlich erstellten Frühjahrs-Vorschau, die im vergangenen Monat veröffentlicht wurde, prognostiziert die NOAA heißere, trockenere Bedingungen für große Teile der USA, einschließlich Texas, Oklahoma und Kansas, wo Farmer noch immer hoffen, den Winterweizen ernten zu können. Die jüngsten Rekordschneefälle im Getreidegürtel des amerikanischen Mittleren Westens haben zu einer Überschwemmung des Red River und des Souris River in North Dakota geführt, die die Ernte noch weiter beeinträchtigen wird.
iii2012 war für den amerikanischen Mittleren Westen das heißeste Jahr seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen vor über 100 Jahren. Wochenlang kletterte das Thermometer tagsüber auf über 40 °C. Am Ende des Sommers waren fast 65 Prozent des Landes von einer Dürre betroffen - doch wohl kaum ein Beweis für Global Warming. Es beweist vielmehr, dass unser Wetter ein extrem komplexes System von Kausalitäten darstellt.
Das trockene Klima im Jahr 2012 hatte zur Folge, dass der Wasserstand des Mississippi, Amerikas wichtigster Wasserstraße, über die Getreide auf den Weltmarkt transportiert wird, so stark absank, dass der Schiffsverkehr zeitweise unterbrochen werden musste. Noch eine trockene Saison würde Verluste von 300 Millionen Dollar täglich bedeuten. Die Extreme von ausbleibendem Schnee gefolgt von starkem Schneefall reichten nicht aus, den Boden in den wichtigsten Getreidegebieten des Landes zu durchfeuchten. Zusätzlich zu den Wasserproblemen kommt die Praxis der Extrahierung von Schiefergas und Schieferöl in North Dakota, Montana und anderen US-Bundesstaaten durch das so genannte »Fracking« oder das Hydraulic Fracturing, bei dem Millionen von Litern einer Mischung aus Trinkwasser und hochgiftigen Chemikalien in Schiefergestein gepumpt werden, um Gas und Öl freizusetzen. Dieses vergiftete Wasser ist dem Getreideanbau schwerlich zuträglich.
Im NOAA-Bericht wird vorhergesagt: »In 51 Prozent der USA - vor allem in der Zentralregion und im Westen des Landes - kommt es zu einer mäßigen bis ungewöhnlichen Dürre. Es wird erwartet, dass diese andauern und sich auf Kalifornien, den Südwesten, die südlichen Rockies, Texas und Florida ausdehnen wird.«
ivDie schlimmste Dürre der vergangenen Jahrzehnte war die in den 1930er Jahren, als ganze Staaten wie Oklahoma in »Trockengebiete« [wörtlich übersetzt: Staubschüsseln] verwandelt wurden. Die diesjährige Dürre wird im Südwesten, möglicherweise auch in Kalifornien, zu Temperaturen über dem für die Jahreszeit normalen Wert führen. Schon jetzt ist offensichtlich, dass die Dürre höhere Preise für Getreide und Mais zur Folge haben wird. Aufgrund der Trockenheit wird es im oberen Mittleren Westen zu Waldbränden kommen und Überschwemmungen in Nord- und Süd-Dakota werden mehr als 8.000 Hektar Ackerland verwüsten. Ein weiteres trockenes Jahr wird den niedrigen Wasserstand des Mississippi noch verschlimmern.
Das riesige Schlachthaus von Cargill in der texanischen Stadt Plainview, in dem 20.000 Menschen beschäftigt waren, wurde am 1. Februar nach 40 Jahren ununterbrochener Produktion geschlossen. Höhere Getreidepreise veranlassten Lebensmittelhersteller wie Kraft und Conagra, die Produktion zurückzufahren, Rancher mussten ihre Herden verkleinern. Die finanziellen Verluste durch die Dürre - geringe Ernteerträge und Schäden durch Waldbrände - werden auf 50 bis 80 Milliarden Dollar geschätzt. Darüber hinaus stieg die Preisinflation bei Lebensmitteln 2012 auf vier Prozent; für die amerikanischen Verbraucher bedeutete dies Mehrausgaben in Höhe von 60 Milliarden Dollar. Rechnet man die 10 Milliarden Dollar hinzu, die aus Steuergeldern für Subventionen aufgebracht wurden, um 40 Prozent der amerikanischen Maisernte in Ethanol zu verwandeln, dann wird deutlich, wie die weltweite Versorgung mit Lebensmitteln belastet wird.
Wenn Erfahrungen der jüngeren Zeit Schlüsse zulassen, so können wir auch in Russland und der Ukraine weitere Rekordtemperaturen und Ernteausfälle erwarten. Beide Länder zählen ebenfalls zu den wichtigsten Getreideanbaugebieten der Welt.
Insgesamt drohen für 2013 erhebliche Ernteeinbußen und weltweit ein gewaltiger Preisauftrieb für Lebensmittel. Vielleicht sollten Politiker in der EU und in Washington über eine Streichung der Subventionen für Biosprit nachdenken und stattdessen den Anbau von Getreide für Lebensmittelzwecke fördern - so lange wir es uns noch leisten können.
Fußnoten:i Ulli Kulke,
»Forscher warnen vor dem eisigen Schweinezyklus«, Welt.de, 24. März 2013ii Ebenda.
iii Suzanne Goldenberg, »Drought that ravaged US crops likely to worsen in 2013, forecast warns:
NOAA predicts tough spring for already struggling farmers as growing demand for water leaves US more exposed dry seasons«,
guardian.co.uk, 21. März 2013.
iv NOAA,
NOAA predicts mixed bag of drought, flooding and warm weather for spring, Pressemitteilung, 21. März 2013
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