
Insgesamt besteht die Teleskopanlage aus 54 Antennenschüsseln mit 12 Metern Durchmesser und 12 Antennen mit 7 Metern Durchmesser, die zu einem Teleskop zusammengeschaltet werden können. "Jede Antennenschüssel sammelt die Strahlung aus dem Universum und fokussiert sie auf einen Empfänger", erläutert die ESO. "Die Signale der einzelnen Antennen werden zusammengeführt und in einem speziellen Supercomputer, dem sogenannten ALMA-Korrelator, für die Weiterverarbeitung aufbereitet. Die 66 ALMA-Antennen können in unterschiedlichen Konfigurationen auf der Hochebene angeordnet werden, wobei die Entfernungen der Antennen zueinander von 150 Metern bis zu maximal 16 Kilometern variieren können."
Durch diese Technik kann mit ALMA die Auflösung einer einzelnen gewaltigen Antennenschüssel von bis zu 15 Kilometern Durchmesser erzielt werden. Im Vergleich zur Auflösung des menschlichen Auges, die bei etwa 60 Bogensekunden liegt, werden mit ALMA dann 0,005 Bogensekunden erreicht.
Schon in der bisherigen Auf- und Ausbauphase konnte ALMA bereist erstaunliche wissenschaftliche Ergebnisse liefern, in dem es beispielsweise erstmals in der direkten Umgebung eines jungen, sonnenähnlichen Sterns Zuckermoleküle aufgespürt werden konnten (...wir berichteten). Die Entdeckung der Moleküle in dem Gas, das den Stern umgibt, zeigt, dass diese Lebensbausteine zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind, um bei der Entstehung von Planeten um diesen Stern zur Stelle zu sein und so auch eine der Grundlagen für zukünftiges Leben bilden könnten.
Quelle: ESO



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