Mit den Weltaum-Gammastrahlen-Teleskopen "Fermi" und "Swift" haben NASA-Astronomen am 27. April 2013 einen unerwartet starken Gammastrahlenausbruch im All registriert. Der mit der Kennung "GRB 130427A" versehene "gamma-ray burst" (GRB) ist das hellste bislang beobachtete Ereignis dieser Art. Astrophysiker gehen davon aus, dass er von einer Supernova vorausgeht und erwarten in den kommenden Wochen direkte Hinweise auf eine derartige Sternenexplosion.

© NASA/Swift/Stefan Immler "Swift"-Aufnahme des Gammastrahlenausbruchs am 27. April 2013.
Greenbelt (USA) - "Wir haben schon sehr lange auf ein solch dramatisches Ereignis gewartet", erklärt die Fermi-Projektwissenschaftlerin Julie McEnery vom Goddard Space Flight Center der NASA. "Dieser GRB dauert lange genug, damit er nach Fermi und Swift auch noch von einer Vielzahl anderer Teleskope verfolgt werden konnte."
Der Ausbruch selbst ereignete sich 3,6 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Löwe und setzte mehrere Stunden lang Gammastrahlen mit einer Energie von mindesten 94 Milliarden Elektronenvolt (GeV) frei.
Die Astronomen gehen davon aus, dass der Gammastrahlenausbruch von einem kurz vor der Explosion, einer sogenannten Supernova, stehenden sterbenden massereichen Stern ausgesendet wurde. Geht einem solchen Sternenriesen sozusagen der nukleare Treibstoff aus, fällt er unter der Last seines eigenen Gewichts in sich und zugleich zu einem Schwarzen Loch zusammen und speit dabei mit annähernder Lichtgeschwindigkeit Materie ins All.

© NASA/DOE/Fermi LAT CollaborationFermi-LAT-Aufnahmen vor (l.) und nach dem erste Aufflammen des Gammastrahlenausbruchs "GRB 130427A" im Sternbild Löwe.
Befindet sich ein solch kollabierender Stern nahe genug, so sollte in der Regel etwa eine Woche nach dem Gammastrahlenausbruch auch die Sternenexplosion selbst an gleicher Stelle zu sehen sein. Mitte des Monats, so hoffen die NASA-Astronomen nun, könnte die Supernova als Folge von "GRB 130427A" entdeckt werden.
Quelle: NASA
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