Nicht nur im Zentrum und im Osten der Vereinigten Staaten ist das diesjährige Frühjahr ungewöhnlich kalt. Auch in Alaska herrschen weiterhin Kälte und Schnee.

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Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes (NWS, National Weather Service) war es in der Zeit vom 3. April bis zum 7. Mai so kalt wie nie zuvor um diese Zeit seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Fairbanks, Alaska, vor 109 Jahren.
Die Temperaturen lagen im Durchschnitt nur bei -7 °C (19,9 °F), damit wurde der Rekord für denselben Zeitraum aus dem Jahr 1924 gebrochen. Nach Auskunft des erfahrenen Meteorologen Joe Lundberg »gab es in Fairbanks seit dem 4. Oktober 2012 keinen einzigen Tag mit über zehn °C«.
Der Winter verabschiedet sich in dieser Woche aus einem großen Teil Alaskas, für weite Bereiche des »Last Frontier«-Staats war es jedoch ein sehr langsamer Frühjahrsbeginn
. Die Kälteperiode war die viertlängste, die jemals gemessen wurde. Die normale Tageshöchsttemperatur am 8.Mai in Fairbanks beträgt 15 °C.
Zusätzlich zur Kälte lagen in der Stadt am Mittag des 8. Mai noch immer 25 Zentimeter Schnee, obwohl die Schneemenge mit rund 175 cm für die Wintersaison im Durchschnitt gelegen hatte. Die durchschnittliche Schneemenge in Fairbanks beträgt 164 cm.
In Nome, Alaska, lagen die Temperaturen in der ersten Maiwoche durchschnittlich um zehn Grad (Fahrenheit) unter dem Normalwert und seit dem 1. April fünf Grad unter Normal. Weiter südlich in Alaska, in Anchorage, ist die Schneedecke erst kürzlich geschmolzen.
»Der 3. Mai war der letzte Tag mit zwölf cm oder mehr Schnee am Boden, seit dem 13. November lag ununterbrochen Schnee«, sagt Lundberg. Der Rekord für die längste Zahl von Tagen mit 12,5 cm Schnee oder mehr für Anchorage liegt bei 193 Tagen im Winter 1971/72, als vom 23. Oktober bis zum 3. Mai Schnee lag. In Anchorage gab es in dieser Wintersaison insgesamt 230 cm Schnee, normal sind ungefähr 190 cm.
Ein Jahr zuvor hatte es in Anchorage mit 340 cm Rekordschneefälle gegeben. Der alte Rekord lag laut NWS bei 336 cm im Winter 1954/55. Interessanterweise war der gesamte Schnee von 337 cm vom Jahr 2011/12 am 25. April geschmolzen. »Das ist nur ein Zeichen dafür, wie durchgängig kalt dieses Frühjahr in weiten Teilen Alaskas ist«, betonte Lundberg.
Zurzeit werden für die nächste Woche an mehreren Tagen Temperaturen zwischen zehn und 15 °C vorhergesagt, womit für viele in Alaska der Winter endlich vorüber sein wird.
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