Dresden. Dauerregen und kühle Temperaturen lassen die Landwirte in Sachsen um ihre Ernte fürchten. „Langsam kommen wir in Schwierigkeiten“, sagte Pflanzenbau-Experte Andreas Jahnel vom Landesbauernverband. Einerseits lägen die Pflanzen wegen der Witterung in ihrem Wachstum zurück, zum anderen hätten vor allem Sommergetreide und Mais mit der Nässe zu kämpfen. „Teilweise steht der Regen und Schlamm auf den Feldern“, erklärte Jahnel. Mancherorts ertrinke die Saat geradezu oder könne nicht wachsen, weil Sauerstoff fehlt.

Zudem mangele es an Viehfutter. Das Gras auf den Feldern sei zu nass und könne nicht gemäht werden. Hält der Regen an, sieht Jahnel ernsthafte Probleme auf die Bauern zukommen. Ob es Ernteeinbußen gibt, sei noch nicht abzusehen - auf jeden Fall aber werde es eine um etwa drei Wochen verspätete Ernte geben.

Am 6. Juni soll in Sachsen der Startschuss für die Erdbeerente fallen. Der Landesverband Sächsisches Obst will an dem Termin festhalten, auch wenn die Bedingungen alles andere als optimal sind. „Die Felder sind nass, es fehlt die Sonne“, sagte Vorsitzender Udo Jentzsch. Dennoch hoffen die Obstbauern, dass spätestens Mitte Juni die Ernte auf Hochtouren läuft.

dpa