
Im Juni, so berichtet die Pressemitteilung des Neanderthal Museum in Mettmann, geht es zunächst einmal nach Namibia, um dort die San-Jäger Tsamkxao Cigae, C/wi /Kunta und C/wi G/aqo De!u auf ihre Aufgabe vorzubereiten. Die Jäger sind hervorragende Fährtenleser, die Details aus den Spuren lesen können, die anderen Betrachtern entgehen. "Die San gehören zu den letzten 'gelernten' Jägern und Sammlern des südlichen Afrika", erklärt Lenssen-Erz. "Die Spuren in den Höhlen werden also von Leuten untersucht, die wirklich etwas davon verstehen."

Von den Buschmännern wollen die Wissenschaftler mehr als nur die offenkundigen Informationen über Größe und Anzahl der Spuren erfahren: "Wir erhoffen uns ein Plus an Informationen: Ob die Person in Eile war, ob sie vielleicht krank war oder etwas getragen hat - Informationen, die Leben in die Abdrücke bringen", erläutert Pastoors.
Dahinter stehe der Wunsch, die kulturellen Erzeugnisse der Urmenschen besser zu verstehen: "Unsere große Aufgabe ist es, die Höhlenkunst zu interpretieren und herauszufinden, was die Menschen in diesen Höhlen mit den Höhlenbildern gemacht haben. Wir müssen alle Informationen über den Kontext dieser Bilder heranziehen."
Auf einer Pressekonferenz Mitte Juli wollen Forscher und San-Jäger dann an der Universität zu Köln über die Entdeckungen in den eiszeitlichen Bilderhöhlen der südfranzösischen Ariège berichten.
- Während ihrer Expedition werden die Teammitglieder auf der Seite www.trackingincaves.com twittern und einen Blog auf www.uni-koeln.de führen.
Quelle: neanderthal.de, casc.phil-fak.uni-koeln.de



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