Während die Überschwemmungen in Mittel- und Osteuropa weiter die Schlagzeilen beherrschen, erreichen uns Meldungen über Umweltkatastrophen in anderen Teilen der Welt: auf den Philippinen bebte die Erde, in China sorgten Regen, Hagelschauer und Gewitter für Chaos.
Überflutung, Überschwemmung
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In Budapest sind die Deiche gegen das Hochwasser gefestigt worden, teilte der ungarische Regierungschef Viktor Orbán mit. In der Donau wird heute der Rekordpegel von 8,95 Metern erwartet. Der letzte Rekord fällt ins Jahr 2006 und beträgt 8,6 Meter.

„Das Hochwasser bedroht das Zentrum unseres Landes, die nächsten paar Tage werden entscheidend sein“, so der Regierungschef bei einer Pressekonferenz. In ganz Ungarn wurden rund 1.200 Einwohner aus 28 Siedlungen evakuiert. Der Autoverkehr wurde auf 44 Magistralen unterbrochen. Das Hochwasser soll in den nächsten zwei Wochen nachlassen.

Das Hochwasser in Magdeburg, der Hauptstadt des Bundeslandes Sachsen-Anhalt, nimmt weiter zu. Nach jüngsten Angaben erreichte der Pegelstand der Elbe 7,46 Meter, während der normale Pegel etwa zwei Meter beträgt. Während des „Jahrhundert-Hochwassers“ 2002 stieg das Wasser auf den Pegelstand von 6,72 Metern.

Tausende Rettungsarbeiter, Feuerwehrleute, Militärs und Freiwillige sind in Magdeburg im Einsatz, um die Folgen der verheerenden Überflutung zu beseitigen. Mehrere Straßen, vor allem im Stadtteil Rothensee, in dem am Samstag eine Evakuierung ausgerufen wurde, stehen bereits unter Wasser. Dem Krisenstab zufolge wurde Rothensee von den meisten der 3.000 Einwohner verlassen.

Zurzeit versuchen die Einsatzkräfte die im Gebiet liegende Transformatorenstation zu retten, die die Stadt mit Strom versorgt. Die Eisenbahnbrücke über die Elbe ist geschlossen. Der örtliche Bürgermeister Lutz Trümper rief die Einwohner dazu auf, die Ruhe zu bewahren und den Verordnungen, darunter denen zur Evakuierung, zu folgen.

Experten warnten inzwischen auch in nördlichen Bundesländern vor Überflutungen. In Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wurde Hochwassergefahr ausgerufen. Der Pegelstand der Elbe kann dort historische Ausmaße erreichen.

Frankfurt am Main ist heute von einem Gewitter mit Regenschauern heimgesucht worden, was die Arbeit des internationalen Frankfurter Flughafens, des größten in Deutschland, behindert hat. Einem Vertreter der Fraport AG zufolge wurden etwa 65 Flüge gestrichen. Mehrere Flüge wurden verschoben. Zuvor hatte der Deutsche Wetterdienst vor einer ungünstigen Wetterlage gewarnt. Laut der Prognose werden die Regenschauer in Frankfurt heute anhalten.

Im nordwestlichen China sind rund 100.000 Menschen von durch Regenschauer verursachte Überflutungen sowie von Hagel betroffen. Das berichtete heute die Nachrichtenagentur Xinhua. Bei Gewittern wurden über 300 Wohnhäuser beschädigt oder zerstört, 12.300 Hektar Saat wurden vernichtet. Auch südliche und östliche Provinzen Chinas werden von Regenschauern heimgesucht. In den letzten zwei Tagen waren dort 4,68 Millionen Menschen betroffen, 15 Menschen kamen ums Leben.

Drei Erdbeben der Stärke 5,0 bis 5,6 haben die zentrale philippinische Provinz Surigao del Norte erschüttert, berichtete das Philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie. Die Epizentren der drei unterirdischen Stöße lagen etwa 125 Kilometer nordöstlich von Burgos. Die Herde der Beben befanden sich in einer Tiefe von sieben bis 55 Kilometern unter der Philippinensee.

Die Philippinen sind ein Teil des sogenannten Pazifischen Feuerringes. Wegen der Erschütterungen der Erdkruste kommt es oft zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen in dieser Region.