Der Blitz schlug in einen alten Heustadl auf rund 1900 Meter Seehöhe ein, in dem die Männer Schutz vor einem herannahenden Gewitter gesucht hatten.

Eine Gruppe von Mountainbikern aus Österreich ist am Dienstag am späten Nachmittag in Saalbach-Hinterglemm im Salzburger Pinzgau von einem Blitz getroffen worden. Laut Rotem Kreuz wurden fünf Männer leicht bis mittelschwer verletzt. Der Blitz schlug um 16.30 Uhr in einen alten Heustadl auf rund 1900 Meter Seehöhe ein, in dem die Männer Schutz vor dem herannahenden Gewitter gesucht hatten. Sie wurden durch den Einschlag herumgeschleudert und leicht bis mittelschwer verletzt. Die Sportler stammen aus Niederösterreich und Wien.

Lähmungserscheinungen und Gedächtnislücken

Die Verletzten erlitten Lähmungserscheinungen an Beinen und Füßen. Sie klagten über Gedächtnislücken und hatten einen Schock, wie ein Sprecher des Roten Kreuzes erklärte.

Zwei Männer seien mit dem Notarzthubschrauber "Martin 6" ins Krankenhaus nach Schwarzach im Pongau gebracht worden, drei weitere Männer mit Rettungs- und Notarztfahrzeugen in das Krankenhaus Zell am See. "Die Mountainbiker haben eher Glück gehabt, es hätte noch schlimmer ausgehen können", sagte der Rot-Kreuz-Mitarbeiter.

Ein Radler kam bis zur Hütte durch

Das Unglück passierte, als die Radfahrer vom Hacklberger See in Richtung Hacklberger Alm unterwegs waren. Ein Mitglied der Radfahrergruppe konnte eine Hütte erreichen. Dort alarmierte der Mann die Rettung. Bergretter, ein Notarzt und ein Alpinpolizist sind zu der Gruppe aufgestiegen.

Der angeforderte Rettungshubschrauber konnte vorerst nicht fliegen. Der Pilot musste warten, bis die Gewitterfront abgezogen war.

APA