Unglaubliche Szenen spielen sich im Süden Brasiliens ab, wo es gewöhnlich heiß ist: Kinder und Erwachsene bauen begeistert Schneemänner, berichten lateinamerikanische Medien.

Möglich gemacht hat dieses für diese Region so seltene Vergnügen ein Antarktis-Kaltlufteinbruch, der neben Brasilien auch Paraguay, Uruguay, Argentinien und Chile erfasst hat.

Im brasilianischen Süden, so etwa in den Städten Curitiba und Florianopolis, wo die Temperaturen auf minus 7,4 Grad Celsius gefallen sind, hatte es seit Jahrzehnten keinen Schneefall gegeben.

Mit 5,2 Grad wurde in der Nacht auf Donnerstag in Sao Paulo die niedrigste Temperatur seit 2000 aufgezeichnet. In den sozialen Netzwerken wurden bereits Fotos von Schneemännern aus 130 südbrasilianischen Städten gepostet.

Neben Unterhaltung bringt die enorme Kälte auch Tragödien mit sich: In Sao Paulo ist ein Mensch erfroren. Rund 11 000 Obdachlose sind dringend in provisorischen Heimen untergebracht worden.

Sogar im südlichsten Bundesstaat Rio Grande do Sul sind zwei Menschen an Unterkühlung gestorben.

Auch in Paraguay und Uruguay fielen Medienberichten zufolge in den zurückliegenden Tagen sechs Menschen der Kältewelle zum Opfer.