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Die irakische Hauptstadt Bagdad ist erneut von einer Serie heftiger Autobombenanschläge erschüttert worden. Mindestens 50 Menschen wurden dabei getötet, weitere etwa 140 verletzt.

Bei einer Serie von Anschlägen im Irak sind mindestens 52 Menschen getötet worden. Die Explosionen am Samstag ereigneten sich unter anderem in Cafés, Restaurants und auf belebten Marktplätzen, wie die irakische Polizei und Klinikmitarbeiter berichteten.

Mehr als Hundert weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Die meisten Opfer waren in der Hauptstadt Bagdad zu beklagen, wo innerhalb einer Stunde in verschiedenen Vierteln mindestens acht Autobomben explodierten.

Der folgenschwerste Bombenanschlag ereignete sich laut Polizei in der Stadt Tus Chormato, wo ein Selbstmordattentäter eine Autobombe in einem Wohngebiet zündete. Dabei kamen acht Menschen ums Leben, Dutzende weitere wurden teils schwer verletzt.

Von Januar bis Ende Juli sind laut UN landesweit insgesamt 4137 Zivilisten getötet worden, die meisten in Bagdad. Zudem gab es 9865 Verletzte. Und allein während des Fastenmonats Ramadan sind gut 670 Menschen der eskalierenden Gewaltwelle im Irak zum Opfer gefallen.

Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten

Hintergrund ist der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten, die im Irak die Regierung dominieren. Die sunnitische Terrororganisation al-Qaida hat sich zu vielen der Anschläge bekannt. Inzwischen wächst die Sorge vor einem offenen Bürgerkrieg.

Der scheidende Chef der UN-Mission im Irak, Martin Kobler, warnte kürzlich, der Irak sei "kurz davor zu explodieren". Der Irak wird derzeit zudem von einer politischen Krise gelähmt; für weitere Instabilität sorgen Protestaktionen der sunnitischen Minderheit.

AP/AFP/dpa/fp