Fotos der Struktur zeigen eine Art verzwirbelten Turm, der von einem regelrechten Palisadenzaun umgeben ist. Entdeckt wurde das nur zwei Zentimeter durchmessende Kunstwerk schon am 7. Juni in der Nähe des Tambopata Research Center von dem US-Amerikanischen Studenten Troy S. Alexander von der Georgia Tech. Kurze Zeit später entdeckten die Forscher drei weitere ähnliche Strukturen auf Baumstümpfen in der direkten Umgebung.
Trotz der Bemühungen der Forscher, die Struktur bzw. ihren Hersteller auch mit Hilfe von Kollegen und der Verbreitung der Bilder im Internet zu identifizieren, konnte bislang nicht bestimmt werden, welches Tier diese Miniatur-Kunstwerke und zu welchem Zweck genau herstellt.
Tatsächlich ist der peruanische Regenwald rund um das Forschungszentrum für seine bizarren tierischen Kunstwerke bekannt. Erst kürzlich berichteten wir über die Entdeckung einer Spinnenart, die übergroße Spinnen-Puppen herstellt und diese in ihren Netzen platziert.
Hier entdeckten Forscher vor einiger Zeit auch eine Mottenart, deren Puppe um sich herum eine netzartige Kokon-Struktur webt - und das aus gutem Grund: Während die Puppen einiger anderer Falter dichte Kokons um sich herum wirken, benötigt der hiesige Vertreter der Urodidae-Falter einen Kokon, aus dem im feuchten Regenwald Wasser auch herauslaufen kann, damit die atmende Puppe nicht in ihrem eigenen Kokon ertrinkt.

Natürliche 3D-Drucker: Der Kokon eines Urodidae-Falters. Am ehesten gleicht das aktuell diskutierte seidene Kunstwerk jedoch den Kokon-Nestern sogenannter Zwergwickler-Falter (Bucculatricidae)
Quellen: perunature.com, bugguide.net







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