
Seit Monaten fieberten Pfleger und Tierfreunde aus ganz Deutschland der Geburt entgegen. Am Morgen kurz nach 9.00 Uhr war es dann soweit. Elefantenkuh Bibi habe nervös gewirkt, erzählt Bernheim. Pfleger seien zur Box geeilt. Das Kleine habe zunächst alles gut überstanden. Doch wenige Minuten später sei die Mutter auf das Neugeborene losgestürmt. Tierpfleger hätten noch versucht, die Attacke der mehr als drei Tonnen schweren Elefantendame abzuwehren, konnten aber das Unglück nicht mehr abwenden. Pathologen im benachbarten Leipzig untersuchen nun die genaue Todesursache und das Geschlecht des getöteten Elefantenbabys.
Angriffe als Folge der Haltung im Zoo?
Im Leipziger Zoo hatte sich im vergangenen Jahr ein ähnliches Drama abgespielt. Ein kleiner Dickhäuter war von seiner Mutter ebenfalls kurz nach der Geburt zu Tode getrampelt worden. "Solche Angriffe sind leider nichts Ungewöhnliches", erläuterte Bernheim. Doch der Zoo sei um eine natürliche Tierhaltung bemüht und setze daher keine Fußfesseln ein.
Tierschützer hingegen fordern ein Stopp der Zoo-Nachzuchten. Ein Sprecher der Organisation "Endzoo" Deutschland verwies darauf, dass Elefanten in freier Wildbahn in größeren Verbänden zusammenlebten und sich gegenseitig unterstützten. In Gefangenschaft sei die Situation eine komplett andere und dann komme es eben zu solchen Ereignissen wie in Halle.
Trotz des traurigen Ereignisses gibt der Zoo in Halle nicht auf. Eine zweite Elefantenkuh, Tana, könnte trächtig sein. Tests sollen Klarheit bringen. Im Zoo Halle leben insgesamt fünf Elefanten.
Quelle: n-tv.de , Romina Kempt, dpa



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