Aus 70 Quadratmetern Papier und 700 Tuben Klebstoff haben Studenten der TU Braunschweig einen Weltrekord gebastelt: Der erste Versuch scheiterte, doch jetzt hat das größte Papierflugzeug der Welt seinen Jungfernflug heil überstanden.
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© dpa18 Meter ungestörter Flug reichten einer Gruppe von Studierenden an der TU Braunschweig am Samstag aus, um einen neuen Weltrekord aufzustellen.

Braunschweig - Weltrekord beim zweiten Versuch: Studierende der TU Braunschweig haben am Samstag das größte Papierflugzeug der Welt fliegen lassen. Der 18 Meter breite Flieger habe eine Strecke von ungefähr 18 Metern zurückgelegt, sagte Uni-Sprecherin Elisabeth Hoffmann. Bereits im vergangenen November hatten die Studenten den Weltrekord versucht. Doch damals knickte kurz nach dem Start ein Flügel ab.

Um das 24 Kilo schwere Flugzeug in einer Halle starten zu können, wurde eine etwa zehn Meter lange und 2,40 Meter hohe Bühne aufgebaut. Dort wurde der Flieger nach einer ersten Begutachtung zusammengebaut. Acht Teilnehmer hoben das Flugzeug hoch, und einer rannte mit dem Papierflieger los, um Schwung für den Flug zu geben. "Man konnte sehen, wie schwer das war", sagt Hoffmann. Nach dem geglückten Versuch überreichte eine Mitarbeiterin des Guinness-Buches der Rekorde den glücklichen Teilnehmern eine Urkunde.

Neun Studierende, vier wissenschaftliche Mitarbeiter und ein Schüler haben seit Monaten den Rekordversuch vorbereitet. Die Arbeiten daran seien nicht nur ein Spaß gewesen, sondern durchaus ein ernsthaftes universitäres Projekt, erläuterte Hoffmann. "In der Ausbildung im Maschinenbau gibt es eben auch statische Tests, bei denen die Studenten aus Papier und Klebstoff bestimmte Konstruktionen bauen müssen." Letztlich sei der gesamte Rekord "Ingenieurleistung pur".

Um den Flieger zu bauen, waren mehr als 2400 Stunden Arbeit notwendig. An Material verbrauchte das Team 500 Tuben Alleskleber, 200 Flaschen Sekundenkleber und 70 Quadratmeter Papier.

Den alten Rekord hielt seit 1995 die niederländische Delft University of Technology. Dort ließen Studenten damals ein Flugzeug mit 14 Metern Spannweite fliegen. Bereits im vergangenen November hatten die Braunschweiger Studenten versucht, den Rekord zu knacken. Doch damals knickte kurz nach dem Start ein Flügel ab.

hpi/dpa