
Wie die Forscher um Conor Nixon vom Goddard Space Flight Center der NASA aktuell im Fachjournal Astrophysical Journal Letters berichten, findet sich die Chemikalie überall in unserer täglichen Umgebung und wird auf Plastikprodukten mit der Kennziffer 05 (PP) für Polypropylen ausgewiesen.
Die Kohlenwasserstoffe auf Titan bilden sich dadurch, dass das Sonnenlicht das in der Titan-Atmosphäre reichhaltig vorhandene Methan aufbricht und die so befreiten Teile sich nun mit zwei oder drei weiteren Kohlenstoffen zu Ketten verbinden kann. Zur Familie der Chemikalien mit zwei Kohlenstoffen gehören unter anderem das brennbare Gas Ethan. Propan hingegen gehört zur chemischen Familie mit drei Kohlenstoffen.
Der Nachweis der Kunststoff-Zutat auf dem Saturnmond fülle eine bislang rätselhafte Lücke in den Titan-Beobachtungen durch die Sonde "Voyager 1" bei deren erstem direkten Vorbeiflug an dem Saturnmond im Jahre 1980. Damals identifizierte die Sonde zahlreiche Gase in der dunstigen Atmosphäre. Darunter Kohlenwasserstoffe, aus denen Erdöl und andere fossile Brennstoffe auf der Erde bestehen.
Mit Propan und Propin konnte die Sonde damals zwar sowohl die schwersten und leichtesten Vertreter letzterer Familie - nicht jedoch das mittelschwere Propylen - auf Titan nachweisen können. Auch spätere Beobachtungen mit erdgestützten Teleskopen konnten die eigentlich zu erwartende Chemikalie auf dem größten Saturnmond nicht finden
"Der jetzt mit CIRS gelungene Nachweise befördert unsere Zuversicht, dass wir auf Titan noch weitere bislang verborgenen Chemikalien finden werden", so der Goddard-Wissenschaftler Michael Flasar.
Quelle: NASA/JPL



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