Mexiko kommt nicht zur Ruhe: Über 1000 Bewohner sind an der Pazifikküste vor Hurrikan "Raymond" geflüchtet. Der Tropensturm bleibt gefährlich, wurde aber auf Kategorie 1 abgestuft.

Hurrikan "Raymond" hat für heftige Regenfälle an der Pazifikküste Mexikos gesorgt. Mehr als 1000 Menschen mussten im südlichen Bundesstaat Guerrero in Sicherheit gebracht werden. In einer Gemeinde wurde der Ausnahmezustand ausgerufen. Auch der benachbarte Bundesstaat Michoacán ist bedroht.

Obwohl er sich abschwächte, blieb der Tropensturm gefährlich. Er erreichte Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometer pro Stunde, wie der mexikanische Meteorologische Dienst mitteilte. Zuvor war "Raymond" zum Hurrikan der Kategorie 1 abgestuft worden. Seine weitere Zugrichtung blieb zunächst unklar.

Ausnahmezustand in vielen Regionen

Die Region blieb im Ausnahmezustand. Für mindestens sechs Gemeinden in Guerrero und Michoacán galt die Alarmstufe rot. Mehr als 1180 Bewohner wurden in Guerrero in Sicherheit gebracht. Die Behörden riefen dort den Notstand für die Gemeinde Coyuca de Benítez aus, um Hilfsfonds zur Verfügung zu stellen.

Nach Angaben vom Nationalen Hurrikan-Zentrum der USA (NHC) in Miami befand sich "Raymond" am Dienstagabend rund 225 Kilometer westlich-südwestlich von Acapulco und 160 Kilometer süd-südwestlich von Zihuatanejo in Guerrero. In den letzten Stunden sei er aber kaum voran gekommen. Am Montag war "Raymond" kurzzeitig zum Hurrikan der Kategorie 3 hochgestuft worden. Der Hurrikan habe keine klare Zugrichtung gehabt, sagte der Generaldirektor des mexikanischen Nationalen Wasserausschusses, David Korenfeld, dem Rundfunksender MSV Radio. Es sei möglich, dass der Tropensturm demnächst Richtung Westen ziehe.

Erst im September hatten die Hurrikans "Ingrid" (Golf von Mexiko/Atlantik) und "Manuel" (Pazifik) in Mexiko eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Fast 160 Menschen waren bei Erdrutschen und Überschwemmungen ums Leben gekommen. Die Schäden gingen in die Milliarden.

dpa