
Ob in dem Gewässer tatsächlich Leben existierte, ist aber ungewiss. Denn Spuren von Mars-Lebewesen hat Curiosity bislang nicht gefunden.

Die Messungen belegen: Der Gale-Krater beherbergte vor rund 3,6 Milliarden Jahren mindestens einen See, erläuterte das an der Forschung beteiligte Imperial College London in einer Mitteilung.
Wie die Curiosity-Messungen weiter ergaben, existierte der See über einen Zeitraum von einigen zehn- bis hunderttausend Jahren. Er war ruhig, bestand aus Süßwasser und besaß einige biologische Schlüsselelemente wie Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff und Schwefel.
In einer solchen Umgebung könnten sich beispielsweise Mikroorganismen entwickelt haben, die ihre Energie aus der Zersetzung von Gestein gewinnen, sogenannte Chemolithoautotrophe.
Sanjeev Gupta vom Imperial College London sagt: „Es ist ein aufregender Gedanke, dass vor Milliarden Jahren urzeitliches mikrobielles Leben in den ruhigen Gewässern des Sees existiert haben könnte und ein reiche Auswahl von Elementen in Energie umgewandelt hat.“ Gleichzeitig schränkt der Forscher ein: „Es ist wichtig zu betonen, dass wir keine Anzeichen von urzeitlichem Leben auf dem Mars gefunden haben. Wir haben entdeckt, dass der Gale-Krater mindestens einmal in seiner fernen Vergangenheit, vor Milliarden Jahren, einen See besessen hat, der vermutlich für mikrobielles Leben geeignet war. Das ist ein großer positiver Schritt in der Marserkundung.“
Die weitere Erkundung des Gebiets könne möglicherweise den Schlüssel zur Beantwortung der Frage liefern, ob einst Leben auf dem Roten Planeten existiert habe.




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