Züge fielen aus, Fähren wurden gestrichen: In Großbritannien und Frankreich haben heftige Wetterbedingungen den Verkehr stark behindert. Auch in Frankreich wurde wegen eines Sturmtiefs die zweithöchste Warnstufe ausgerufen.

London - Am Tag vor Heiligabend haben heftiger Wind und Regen den vorweihnachtlichen Reiseverkehr in Teilen Großbritanniens schwer behindert. Der Wetterdienst gab am Montag für den südlichen Teil Englands und Wales' eine Warnung der zweithöchsten Stufe heraus. Bahngesellschaften reduzierten oder annullierten mehrere Verbindungen. In Erwartung des Sturmtiefs "Dirk" wurden zwischen Großbritannien und Nordfrankreich mehrere Fährverbindungen gestrichen.

Auf dem Autobahnring um London wurde eine wichtige Brücke geschlossen. Als Folge davon sind Staus zu erwarten. Der Wetterdienst warnte, dass es angesichts des bereits mit Wasser vollgesaugten Bodens zu Überschwemmungen kommen könnte. Die Bahngesellschaften versetzten Hunderte Arbeiter in Alarmbereitschaft, um Schäden an den Bahnlinien zu beseitigen. In London wurde ein Vergnügungspark und der Weihnachtsmarkt im Hyde Park geschlossen.

Frankreich erwartet Windböen mit Geschwindigkeiten bis zu 140 km/h. Wegen des herannahenden Sturmtiefs "Dirk" wurde in 23 Départements die zweithöchste Warnstufe Orange ausgerufen. Autofahrer wurden zur Vorsicht aufgerufen. Die Warnung gilt bis Dienstagmittag. Der französische Wetterdienst erwartet Winde und Regen so heftig wie beim Sturmtief "Christian" Ende Oktober. Bei dem schweren Herbststurm waren in Nordeuropa mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen.

Wegen des Sturmtiefs annullierte die Reederei LD Lines ihre für Montag und Dienstag geplanten Verbindungen von Le Havre und Dieppe über den Ärmelkanal nach Portsmouth und Newhaven. Brittany Ferries strich die Fähren von Saint-Malo und Ouistreham nach Portsmouth. Auch an der nordfranzösischen Atlantikküste wurden Fährverbindungen abgesagt. Dagegen sollten die Fähren zwischen Calais und Dover wie geplant fahren, wie die Reederei MyFerryLink erklärte.

sto/AFP