Bild
Die Feuerwehr musste einen Brand in einem Essener Kirchturm löschen
Bei dem heftigen Gewitter über NRW ist am Freitagabend (03.01.2014) in Erkelenz eine 23-Jährige ums Leben gekommen. Die Frau war in einem Rohbau von einer frisch gemauerten Wand erschlagen worden. In Essen wurde ein Kirchturm vom Blitz getroffen und fing Feuer.


Wie die Polizei mitteilte, wurde die Wand im Obergeschoss des Rohbaus von einer heftigen Windböe eingedrückt. Die Frau stand zwischen der Wand und mehreren Paletten mit Steinen, als die Wand kippte. Sie erlitt schwere Kopfverletzungen, denen sie im Krankenhaus erlag. Weitere Menschen wurden bei dem kurzen und schweren Unwetter, das ab 18 Uhr übers Land zog, schwer verletzt: Ein Mann in Mettmann wurde von einem umstürzenden Baum getroffen, ein Radfahrer in Bochum stürzte, als er gegen einen umgefallenen Bauzaun fuhr. Im ganzen Land zählte die Polizei insgesamt 24 Verkehrsunfälle. Zusätzlich mussten Feuerwehr und Polizei zu 352 Einsätzen ausrücken.

In Essen setzte ein Blitzeinschlag den höchsten Kirchturm der Stadt in Brand. Wie Feuerwehr und Polizei am Samstag mitteilten, schlug dieser gegen 20 Uhr in den 74 Meter hohen Turm der Pfarrkirche St. Hubertus und Raphael im Stadtteil Bergerhausen ein. Daraufhin hatte sich ein Schwelbrand entwickelt, der erst am Morgen vollständig gelöscht werden konnte. Zunächst befürchtete die Feuerwehr, der Turm könnte einsturzgefährdet sein. Die Polizei sperrte vorsichtshalber die Umgebung ab und holte mehrere Menschen aus ihren Wohnungen. Am Vormittag gab es aber Entwarnung.

Bahnverkehr gestört

Wegen umgestürzter Bäume und Blitzschäden kam es auf zahlreichen Bahnstrecken zu Verspätungen und Zugausfällen. Noch am Samstag war die S-Bahn-Strecke zwischen Vohwinkel und Langenberg gesperrt. Dort waren mehrere Bäume umgestürzt und hatten die Oberleitung schwer beschädigt. Laut einer Bahnsprecherin soll die Sperrung erst am Abend wieder aufgehoben werden. Am Vorabend gegen 19 Uhr hatte auch der Flughafen Düsseldorf mit Sturmböen zu kämpfen. Insgesamt neun Maschinen mussten nach Köln oder Paderborn umgeleitet werden. Die stärkste Böe wurde mit 119 Stundenkilometern in Issum am Niederrhein gemessen.