
Zwar wird nahezu täglich gemeldet, dass in einer fernen Galaxie ein gealterter massereicher Stern seinen Entwicklungsweg als Supernova beendet, aber diese Ereignisse finden wegen ihrer geringeren Helligkeit bei Amateurastronomen wenig Beachtung. Spezialisten allerdings, beispielsweise der japanische Beobachter Seiichiro Kiyota, widmen sich dem Thema unermüdlich. Kiyotas Beobachtungen von M82 lassen die Supernova deutlich als Lichtpunkt nahe dem Zentrum der Galaxie erkennen, der seine Helligkeit in den zurückliegenden Tagen deutlich steigerte. In dieser Animation ist das Aufleuchten der Supernova sehr gut zu sehen.
Inzwischen steht fest, dass die Supernova zur hellsten Kategorie explodierender Sterne gehört, der Klasse Ia. Diese Eigenschaft und die nach astronomischen Maßstäben geringe Distanz der Galaxie von "nur" zwölf Millionen Lichtjahren, machen die Supernova auch für "Spazierengucker" mit kleinen Teleskopen zu einem interessanten Ziel. Schauen Sie hin, sobald es das Wetter erlaubt, und verfolgen Sie die weitere Entwicklung selbst!
Übrigens: Einen Rekord kann die Supernova "PSN J09554214 + 6940260" - so ihr voller Name - bereits jetzt für sich verbuchen: Sie ist seit der spektakulären Sternexplosion 1987 A, die vor mehr als zweieinhalb Jahrzehnten direkt vor unserer kosmischen Haustür in der Großen Magellanschen Wolke stattfand, das uns räumlich nächste Ereignis dieser Art.
Die Supernova in Messier 82 leuchtete bereits am 15. Januar auf, allerdings wurde sie von den automatischen Suchprogrammen ignoriert, da sie zu hell war. Somit wurde sie als Vordergrundobjekt in unserem Milchstraßensystem ausgesondert. Nur der Himmelsüberwachung von Amateurastronomen ist somit zu verdanken, dass die Sternexplosion in M82 überhaupt auffiel. Auf diesem Bild ist die zeitliche Entwicklung der Supernova dargestellt.



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