
Auch der Ringwoodit-Diamant aus Brasilien beinhaltet einen bedeutenden Wassergehalt von 1,5 Prozent seines Eigengewichts und nährt somit erneut frühere Theorien über gewaltige Wassermengen in 410 bis 660 Kilometern Tiefe.
"Diese Probe liefert einen wirklich starke Bestätigung für die Vorstellung, dass es in dieser Erdschicht viel Wasser gibt", erklärt Teamleiter Professor Graham Pearson von der University of Alberta aktuell im Fachjournal Nature. "Hier könnte es demnach genau so viel Wasser geben, wie in allen Weltmeeren zusammen."
Immer noch sind Experten über die Zusammensetzung der Übergangszone uneins. Während die einen diese Zone für einen gewaltigen Wasserspeicher halten, glauben andere, sie sei staubtrocken. Der Nachweis von Wasser unterhalb der Erdkruste hätte bedeutenden Auswirkungen über das Wissen über Vulkanismus und Plattentektonik und für Modelle darüber, wie Gestein unterhalb der Erdkruste schmilzt, sich abkühlt und verschiebt: "Ein Grund dafür, dass unsere Erde ein so dynamischer Planet ist, ist die Anwesenheit von Wasser im Planeteninnern", so Pearson abschließend. "Wasser verändert unser gesamte Vorstellung davon, wie ein Planet funktioniert."
Quelle: ualberta.ca



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