
Während normale Wolken nur bis in Höhen von etwa 8 bis 12 Kilometern steigen, befinden sich so genannte nachtleuchtende Wolken in Höhen von rund 83 Kilometern, in der Mesopause. Wenn sich solche Wolken über Skandinavien bilden, werden sie auch nachts noch von der Sonne angeleuchtet und können dann sogar noch in Norddeutschland gut beobachtet werden.
Die Ursache für dieses Phänomen ist übrigens noch weitgehend ungeklärt. Erstmals beobachtet wurden die Wolken zwei Jahre nach dem Ausbruch des Vulkans Krakatau im Jahr 1885. Ob ihre Entstehung mit dem Vulkanausbruch in Zusammenhang zu bringen ist, ist allerdings umstritten. Denn seither wurden nachtleuchtende Wolken immer wieder mal gesichtet, weshalb man inzwischen auch den Meteoritenbeschuss aus dem Weltall für ihre Bildung verantwortlich macht. Meteore verglühen meist in Höhen zwischen 80 und 100 Kilometern über der Erdoberfläche. Der zurückbleibende Staub könnte als Kristallisationskern für die Wolkenbildung in großer Höhe dienen.
Am besten lassen sich nachtleuchtende Wolken in der späten Dämmerung nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang beobachten. Sichtungen werden von den Experten noch bis in den August erwartet - sofern das Wetter in den unteren Atmosphärenschichten mitspielt und den Blick in Richtung Norden freigibt.



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