
Sofort ruft der Nachbar die Polizei und die Feuerwehr an. Seine erwachsenen Söhne laufen zeitgleich zu dem brennenden Haus, vielleicht können sie ja noch jemandem helfen. Doch im ersten Stock lodern die Flammen schon aus den Fenstern. Die Haustür ist verschlossen. „Wir hofften, da ist grad keiner Zuhause.“ Dann trifft auch schon die Feuerwehr ein.
Was sich in dem Haus zugetragen hat, muss von Brandexperten noch geklärt werden.
Doch klar ist bereits: Der 44-Jährige ist alleine zu Hause, als das Gewitter aufzieht. Seine Frau besorgt gerade Lebensmittel. Er ist im 1. Stock beschäftigt, als urplötzlich der Blitz in den Dachstuhl einschlägt. „Das geschah mit einer solchen Wucht, dass der Mann von einer Druckwelle weggeschleudert wurde“, so ein Einsatzleiter. Dachziegel splittern, Glas zerbricht, Möbel fliegen durch die Luft. „Der Blitz hatte eine immense Kraft. Der Mann war nach unseren ersten Erkenntnissen also schon tot, bevor das Feuer ausbrach. Er hatte keine Chance.“
Als die Feuerwehr den Brand löscht, kommt die Gattin des Toten vom Einkaufen zurück. Auf der Straße müssen die Einsatzkräfte der Frau mitteilen, dass ihr Mann noch im Haus ist. Sie bricht zusammen und muss betreut werden.
Im Ort Bodenkirchen sind nach dem unglaublichen Blitz-Drama alle geschockt. Ein Nachbar: „Herr N. war immer nett und freundlich. Er hinterlässt zwei erwachsene Töchter. Unsere Gedanken sind bei ihnen und der Ehefrau.“
pak/dpa



Kommentare von Lesern
für unseren Newsletter an