
Dabei haben die Wissenschaftler festgestellt, dass der heute rund 20 Lichtjahre von der Sonne entfernte Stern vor rund 70.000 Jahren die äußeren Regionen der Oortschen Wolke und damit den äußersten Rand unseres Sonnensystems in gerade einmal 0,8 Lichtjahren bzw. 52.000 astronomische Einheiten (AE) Entfernung zur Sonne durchquert haben muss. Obwohl diese Entfernung also dem 52.000-fachen des Abstands zwischen Sonne und Erde entspricht, ist es - astronomisch betrachtet - nur ein Katzensprung. Der unserer Sonne heute nächstgelegene Stern, bzw. das System Proxima Centauri, ist immerhin 4,2 Lichtjahre von uns entfernt.
Die Forscher sind sich somit zu "98 Prozent sicher", dass der Scholz' Stern damals die äußeren Regionen der Oortschen Wolke durchquert hatte. Die Oortsche Wolke wiederum stellt eine ringförmige und zugleich die äußerste Region unseres Sonnensystems dar und wird von mehren Milliarden Kometen gebildet. Allerdings habe die Passage des massearmen Sterns jedoch zu keinen größeren Störungen innerhalb der dünn besetzten Oortschen Wolke geführt, da der Rote Zwerg nur etwa acht Prozent der Masse unserer Sonne besitzt.
Sichtbar war der Durchflug des Scholz' Sterns von der Erde aus wohl - wenn überhaupt - nur zeitweise. Während der Stern selbst zu lichtschwach war (...und ist), als dass er von unseren Vorfahren von der Erde aus hätte gesehen werden können, könnte jedoch sein starkes Magnetfeld dazu geführt haben, dass seine Helligkeit ab und zu mehrere Minuten bis Stunden lang um das Zehntausendfache zunahm und der Stern dann als heller Lichtpunkt am Nachthimmel sichtbar wurde.
Zur nächste Annäherung eines fremden Sterns an unser Sonnensystem wird es erst wieder in 240.000 bis 470.000 Jahren kommen, wenn der Stern HIP 85605 unser System passieren, jedoch nicht in dieses eindringen wird.
...GreWi wird natürlich auch dann berichten



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