Kommentar: Die Amerikaner haben sehr provokativ mit einem Spionageflugzeug gehandelt, was erwarten sie dabei, dass sie etwa mit Blumen begrüßt werden?
Russland hat mit scharfer Kritik auf ein US-Aufklärungsflugzeug vor seiner Staatsgrenze reagiert. Die russische Luftwaffe habe das "unbekannte Ziel" am 7. April um 13.18 Uhr mit "festem Kurs" über der Ostsee auf ihr Hoheitsgebiet zufliegen sehen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
Das US-Aufklärungsflugzeug RC-135U habe seinen Kurs geändert, nachdem ein russischer Kampfjet vom Typ Suchoi SU-27 aufstiegen sei, sagte der Generalmajor Igor Konaschenkow. Die USA dürften einfache Aufklärungsflüge nur an den eigenen Grenzen unternehmen.
Das Pentagon spricht von "unprofessioneller Aktion"
Das US-Verteidigungsministerium in Washington stellt den Vorgang anders dar. Wie die Nachrichtenseite "The Washington Free Beacon" schreibt, erklärte Pentagon-Sprecherin Eileen Lainez: "Das US-Flugzeug vom Typ RC-135U ist am Morgen des 7. April von einem russischen Jet des Typs SU-27 auf unsichere und unprofessionelle Art und Weise abgefangen worden. Das Pentagon reagiert darauf auf dem adäquaten Weg."
Nur noch sechs Meter hätten sich zwischen den Flugzeugen befunden, berichtet die russische Nachrichtenagentur Sputnik unter Berufung auf US-Medien. Die nannten den Beinahe-Zusammenstoß "rücksichtslos" und sahen das Leben der Crew in Gefahr.
Der Moskauer Außenpolitiker Konstantin Kossatschjow betonte, die russischen Flüge stünden im Einklang mit internationalem Recht. Russland sei im Gegensatz zu den USA ein Ostsee-Anrainer, betonte er. Kossatschjow forderte den Westen auf, "keine Hysterie zu schüren" und Russland nicht als Aggressor zu "dämonisieren".
mit dpa




Kommentar: Die Gewichtung von Worten des Artikels von Der Welt zeigt ebenso die Dämonisierung Russlands.