
Eine Mischung aus Erdreich, Gestein und jungen Bäumen begrub die Wege unter sich. Das Geröll ist teilweise acht bis 15 Meter tief. Risse, Spalten und Hohlräume haben sich gebildet. Daher ist nach Baurs Einschätzung höchste Vorsicht geboten. Radler und Wanderer werden zwar mittels Schildern auf die Gefahrenlage hingewiesen. „Doch die Akzeptanz ist mäßig“, bedauert der Vize-Forstbetriebsleiter. Ein kleiner Trampelpfad zeugt von uneinsichtigen Wanderern.
Auch Radler sollten den Bereich auf jeden Fall meiden. „Die Route ist in allen Mountainbikekarten drin“, sagt Bürgermeister Hubert Mangold. Baur schließt nicht aus, dass die Mure auch noch die Gemeindeverbindungsstraße nach Eschenlohe in Mitleidenschaft zieht. „Diese Gefahr besteht durchaus.“ 1978 wurde diese Strecke verschüttet.
Der erneute Murenabgang in dem Gebiet wird vermutlich Folgen haben, und zwar, was die Angerl-Forststraße betrifft. „Es wird wahrscheinlich auf einen größeren Straßenneubau an anderer Stelle hinauslaufen“, sagt Baur. Die Kosten für den einen Kilometer Strecke, die auf stabilerem Untergrund angelegt werden soll, schätzt er auf 150 000 bis 200 000 Euro. Für Rathauschef Mangold ist der Fall klar: „Wir brauchen eine neue Trasse. Das geht nicht anders.“
Auch der Forstbetrieb selbst steht derzeit vor einem Problem. Denn das halbe Forstrevier Grafenaschau ist aufgrund der Mure abgeschnitten. Daher können rund 500 Festmeter Sturmholz, die der Orkan „Niklas“ hinterlassen hat, nicht aufgearbeitet werden.
Bereits vor zwei Jahren hatte eine Mure die Forststraße zur Angerlhütte verschüttet. Damals lag das Geröll drei Meter hoch auf der Straße. Nun bietet sich dem Betrachter erneut ein Bild der Verwüstung. (roy)




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