Rund 70 syrische Oppositionskämpfer, die von den USA ausgebildet wurden, sind aus der Türkei in Syrien einmarschiert, wie das Nahostkommando der USA (Centcom) am Dienstag mitteilte.

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© AFP 2015/ Omar Haj Kadhour
Die als „neue syrische Kräfte“ bezeichneten Kämpfer sollen beim Vorgehen der militanten Opposition im Norden Syriens eine Führungsrolle übernehmen.

Mit Unterstützung der von den USA geführten internationalen Koalition „werden die neuen syrischen Kräfte zusammen mit ausgewählten Oppositionseinheiten kämpfen sowie Trainings auswerten und Ausrüstungen einsetzen, die durch entsprechende Programme zur Verfügung gestellt wurden, um die Tätigkeit dieser größeren Einheiten zu verstärken“, heißt es in einer Mitteilung von Centcom.


Die neue Gruppe der von den USA trainierten „moderaten“ syrischen Rebellen betrat das Land vor dem Hintergrund einer harten Kritik an ihrem Ausbildungsprogramm. 500 Millionen Dollar hatte der US-Steuerzahler für die Ausbildung von syrischen Kämpfern gegen den IS aufbringen müssen. Insgesamt haben bisher 54 Teilnehmer das Training abgeschossen. Laut Plan sollten es 5.400 jährlich sein.

Diese 54 Kämpfer trafen im Juli in Syrien ein und wurden von der Jabhat al-Nusra, dem syrischen Ableger von Al-Qaida, fast vollständig zerschlagen - getötet bzw. gefangengenommen. Bei Anhörungen im Verteidigungsausschuss des Senats im September in Washington wurde eingeräumt, dass nur noch vier bis fünf davon aktiv sind.

Das größte Problem, mit dem die US-Ausbilder konfrontiert waren, war zu bestimmen, wer von den Kämpfern ein „moderater Oppositionär“ ist und wer die bei den US-Trainings erworbenen Kenntnisse und Waffen nicht zweckgemäß einsetzen wird.