Der Kampf gegen den IS kann nur dann erfolgreich beendet werden, wenn er mit Hilfe des syrischen Regimes und im Dialog mit Russland geführt wird, wie der französische Regierungsbeauftragte für Kontakte mit Russland und Ex-Verteidigungsminister Jean-Pierre Chevènement in einem Gastbeitrag für l'Hémicyle schrieb.
Demonstration für Putin und Assad
© © AFP 2015/ Louai BesharaDas syrische Volk steht hinter Assad und Putin
Assad sei zwar ein Diktator, doch seine Absetzung würde dem Islamischen Staat den Weg nach Damaskus öffnen. Die Terrororganisation sei eine Bedrohung nicht nur für die islamischen Länder, sondern auch für Russland und den Westen, so Chevènement.

Er schrieb:
„Einerseits sind die Luftschläge der von den USA geführten Koalition nicht ausreichend. Andererseits existieren die in Syrien als „moderat“ bezeichneten Verbündeten gar nicht.“
Die von Saudi-Arabien und der Türkei unterstützte „Eroberungsarmee“ im nordwestlichen Syrien sei dabei jedoch keine Alternative, da sie de facto hauptsächlich aus der dschihadistischen Gruppierung al-Nusra bestehe, die wiederum eine syrische Filiale der Al-Qaida und der salafistischen Ahrar al-Sham sei.

"Muss man nun zwanghaft die Al-Qaida der Daesh (arabische Bezeichnung des Islamischen Staates - d. Red.) bevorzugen? Ein Rückzug der Daesh kann ohne Hilfe seitens des Assads Regimes und ohne Dialog mit Russland, dessen Luftschläge so effektiv sind, weil sie mit den Bodentruppen der Regierung koordiniert sind, nicht erreicht werden.“, betonte der Ex-Minister.