Lange haben sich die Wissenschaftler darum bemüht, ähnlich wie bei Menschen, einen Weg zu finden, um die Lebensdauer von Hunden zu verlängern - bislang jedoch ohne Erfolg. Jetzt haben aber Genetiker von der University of Washington eine medikamentöse Therapie entwickelt, die sich als sehr vielversprechend zeigt.
hund,mensch und hund
Im Rahmen ihres »Dog Ageing Project« hatten die Forscher Labormäusen eine Mixtur verschiedener Arzneimitteln verabreicht, vor allem das Medikament Rapamycin, das normalerweise bei Menschen nach Transplantationen eingesetzt wird, um die Abstoßungsreaktionen bei Spenderorganen zu unterbinden. Tatsächlich zeigte es bei den Versuchstieren erstaunliche Resultate. Ihre Zellen wurden gereinigt und die Herzfunktion, mentale Fähigkeiten und das Immunsystem verbesserten sich. Dadurch erhöhte sich die Lebensdauer der behandelten Mäuse um bis zu 25 Prozent. Insgesamt zeigte sich, dass das Medikament dazu beitragen könnte, dass die Tiere nicht nur länger, sondern auch gesünder leben.

Diese Ergebnisse sind so vielversprechend, dass derzeit eine weiterführende Studie direkt an Golden Retrievers, Labradors und Schäferhunde durchgeführt wird, um zu sehen, ob die selbe Medikament-Mischung auch den Alterungsprozess bei diesen Hunden verzögert.

Zwar sind Tierversuche mit Rapamycin umstritten aber gemäß dem an dem Projekt beteiligten Dr. Daniel Promislow führe der zu erwartende Nutzen zu einer Win-Win-Situation, da von gesunden und länger lebenden Hunde auch ihre Besitzer profitieren. Schließlich wäre der Hund des Menschen treuester Begleiter und für viele ältere Menschen zudem der einzige Partner an ihrer Seite.