
Ein anderer spanischer Chronist, der in Peru lebte, war Antonio de Leon Pinelo Rodríguea (ca.1595 - 1660). Er schrieb, dass im Dschungel bei Carabaya ein solcher Sacha Runa erschlagen wurde. Er schilderte, dass dieses Wesen das Ergebnis einer anomalen Paarung zwischen einem Menschen und einem Affe gewesen sei. Er merkte jedoch an, das er nur wiedergeben täte, was andere gesehen und ihm erzählt hatten, er wäre nicht persönlich Zeuge der Ereignisse gewesen. Womöglich hat er diese Schilderung dem heute verschollenen Werk Los Notables del Perú von Felipe de Pamanes aus dem Jahre 1609 entnommen. In ihm werden die Sacha Runa als »Carabaya-Affen« und »Wilde« beschrieben, deren Gesichter menschlich aussahen, wie Menschen schrien und die Größe eines durchschnittlich stämmigen Mannes besaßen.
Doch der Sacha Runa ist nicht nur den Ureinwohner im Alpenhochland von Peru bekannt, auch in den Legenden anderer Andenstaaten gibt es eine solche Kreatur. Dort nennt man sie »Chullachaqui« und gibt ihren Lebensraum auf der Amazonas-Seite der Anden an; und in der Region von Loreto nennen die Eingeborenen sie »Yahsingo«, »Sranshico«, »Shaningo« oder »Shapshico«. Aber auch Menschen im äquatorialen Dschungel wie beispielsweise die Indianer des Gebietes um die Flüsse Napo und Bobonaza kennen ein solches Geschöpf, das den Jägern im Wald plötzlich erscheint, um sie zu erschrecken. Sie beschreiben dieses Wesen ebenfalls als eine menschenähnliche Kreatur, das die Einsamkeit fern von den Menschen bevorzugt und deren Anwesenheit er stets versucht, zu vermeiden. Aber manchmal entführen diese Yashingos auch Menschen und paaren sich zum Zweck der Fortpflanzung mit ihnen, obwohl sie es durchaus auch untereinander könnten.



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Solche Berichte über menschenähnliche Affenwesen (von jedoch oft gigantischer Statur) finden sich in vielen Regionen der Welt und reichen hunderte bis tausende Jahre zurück. Sie können hier mehr erfahren.