
Zwei Drittel der Deutschen seien Mitglied einer Kirche, im Land lebten vier Millionen Muslime, von denen viele säkularisiert seien. "Es gibt auch Extremisten, aber auf allen Seiten", sagte Käßmann: "Die einen werfen Brandsätze auf Flüchtlingswohnheime, andere lassen sich von Salafisten anwerben."
Die frühere Bischöfin machte sich für die Willkommenskultur in Deutschland stark. "Die Kraft ist sicher endlich, aber das Engagement muss es nicht sein", sagte Käßmann. "Ich will die Belastung nicht klein reden. Aber ich habe auch den Eindruck, dass teilweise Befürchtungen geschürt werden, die sich nicht mit der Erfahrung decken." Die Deutschen lebten auf einer Insel der Seligen: "Auf keinem deutschen Tisch wird es Weihnachten an Essen fehlen, weil Flüchtlinge hier Zuflucht finden."



Kommentar: Die Negativ-Berichterstattung über die Flüchtlingswelle soll natürlich genau diese oben erwähnten diffusen Ängste schüren und wird von vielen Menschen kritiklos übernommen und nicht mehr mit der Realität abgeglichen. Der "Feind da draußen", auf den man all seine Ängste projizieren kann, ist das altbekannte Manöver der Strippenzieher.