
Entzündet hat sich der Protest an der Verurteilung von zwei Ranchern zu fünf Jahren Haft wegen Brandstiftung. Den beiden - Vater und Sohn - wurde laut Medienberichten angelastet, auf Land der Bundesregierung ein Feuer gelegt zu haben, um Spuren von Wilderei zu verwischen. Sie sollen sich am Montag im Gefängnis melden. Bundy und seine Anhänger sprechen von "Machtmissbrauch" der Behörden. Sie sagen, die Rancher seien schlicht für ihre Weigerung bestraft worden, ihr Land an die Bundesregierung zu verkaufen.
"Land-Missbrauch muss aufhören"
Zunächst protestierten Milizionäre und Einwohner in der Stadt Burns mit einem Marsch, dann zog eine Gruppe von schätzungsweise mehreren Dutzend Bewaffneten zum Hauptquartier des entlegenen Malheur National Wildlife Refuge und besetzte es. Bundy sagte in dem CNN-Interview, die Regierung nehme für sich Land und Ressourcen in Anspruch, die dem Volk gehörten, dieser "Missbrauch" müsse aufhören. Es sei Zeit, sich dagegen zu erheben.
Bundy ist der Sohn eines radikalen Ranchers aus Nevada, der 2014 Schlagzeilen machte: Er stand damals an der Spitze einer Gruppe von mehreren bewaffneten Viehzüchtern, die sich tagelang weigerten, ihre auf Regierungsland grasenden Herden abzuziehen.
nbu/sio/dpa



Kommentar: Es wäre nicht das erste Mal, dass die US-Regierung Landraub begeht, wenn sie ein bestimmtes Stück Land für sich selbst braucht.