Ein Bauer hat in der argentinischen Stadt Carlos Spegazzini, 40 km von Buenos Aires entfernt, über die Weihnachtstage eine kolossale Entdeckung an einem Flussufer gemacht: Den Panzer eines Riesengürteltiers.
Fund prähistorischer Panzer Riesengürteltier
© AFP/Getty Images
Nachdem Jose Antonio Nievas zunächst nur ein kleines Stück des Fossils am Flussufer bemerkte, wurde er neugierig und fing an, es vollständig auszugraben. Als er es in mühevoller Arbeit endlich freigelegt hatte, glaubte er, dass es sich um ein Dinosaurier-Ei handeln müsste und verständigte die lokale Polizei. Die wiederrum sicherte zunächst den Fundort und benachrichtigte die Experten, um die weitere Vorgehensweise abzuklären. Die erkannten darin den gut einen Meter großen Panzer einer prähistorischen Art unseres heutigen Gürteltieres wieder, den Glyptodon. Der monströse Glyptodon ist eine Gattung der Säugetiere, die sich vor rund 60 Millionen Jahren in Südamerika entwickelte und vor etwa 12.000 Jahren ausstarb. Es besaß einen bis zu 2,5 cm dicken Hautpanzer und brachte es auf ein Gewicht von bis zu fast einer Tonne. Zu seiner Verteidigung hatte er am Ende des Schwanzes eine knöcherne Keule.

Diese Entdeckung ist von besonderem Interesse für die Wissenschaft, weil Glyptodon-Panzer sehr selten in einem derart guten Zustand gefunden werden. Allerdings warnen die Forscher vor allzu großer Vorfreude, denn erst muss der Panzer gründlich untersucht werden, um die Möglichkeit eines Fakes definitiv ausschließen zu können. Doch auf den ersten Blick waren sich die Experten einig, dass es sich sehr wahrscheinlich um ein echtes, etwa 10.000 Jahre altes, Fossil handelt, da eine solche perfekte Fälschung einfach unglaublich aufwendig wäre.
Glyptodon
Glyptodon