n-tvMi, 20 Jan 2016 14:37 UTC
Die Polizei ist einem unentdeckten Kriminalfall auf der Spur, bei dem vor rund sechs Jahren ein Student umgebracht worden sein soll. In Haar, östlich von München, graben die Beamten nach der Leiche - und nehmen zwei Tatverdächtige fest.

© unbekannt
Ein ungelöster Kriminalfall hat die Münchner Polizei am frühen Morgen nach Haar (Bayern) geführt. Im Garten eines Einfamilienhauses graben die Ermittler seitdem nach einem Mordopfer aus dem Jahr 2010, von dessen Existenz sie bis Jahresanfang noch gar nichts wussten.
Eine Münchner Pädagogik-Studentin steht unter Verdacht, ihren Freund vor Jahren getötet und im Garten verscharrt zu haben. Anfang des Jahres erhielt die Mordkommission München den Hinweis auf ein mögliches, länger zurückliegendes Tötungsdelikt im Landkreis München. Erste Ermittlungen erhärteten diesen Anfangsverdacht, weshalb die Mordkommission jetzt vor Ort ist.
Mysteriös ist die Geschichte des Opfers: Der Student war offiziell nie als vermisst gemeldet. Als der Kontakt der Eltern zu ihm 2010 abbrach, wandten die sich zwar auch an die Polizei, zu tatsächlichen Ermittlungen kam es jedoch nie. Grund dafür war die Vermutung der Eltern, der Sohn könnte sich mit seiner neuen Freundin, einer Rumänin, in deren Heimatland abgesetzt und sämtliche Kontakte nach Deutschland und zu den Eltern abgebrochen haben. Ein von den Eltern engagierter Privatdetektiv konnte den Sohn jedoch nie in Rumänien aufspüren.
Opfer gemeinsam verscharrtLaut
Münchner Abendzeitung haben die beiden Verhafteten die Tat unterdessen im Grunde eingeräumt und konkrete Angaben zum Ablageort der Leiche gemacht. Wie die Zeitung weiter berichtet, hatte die heute 31-jährige deutsche Studentin wohl Anfang 2010 mit ihrem ehemaligen Freund einen Streit. Im Laufe der Auseinandersetzung soll sie den damals rund 30 Jahre alten Mann schließlich auf bislang nicht genauer bekannte Art und Weise getötet haben.
Danach soll die Frau ihren aktuellen Lebensgefährten zu Hilfe gerufen haben, um die Leiche zu beseitigen. Gemeinsam vergruben sie das getötete Opfer im Garten des Einfamilienhauses, das sie als Mieterin bewohnte und wo sie bis heute wohnt.
Gegen die Hauptverdächtige wurde Haftbefehl wegen Mordes beantragt, ihrem Lebensgefährten wirft die Staatsanwaltschaft Strafvereitelung vor.
Quelle: n-tv.de , dsi/dpa
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