
Keine Verletzten durch Molotow-Cocktails
Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Als die beiden offenbar mit Benzin gefüllten und mit einer Lunte versehenen Flaschen am Freitagabend gegen 19.50 Uhr auf dem Gehweg vor der Ernst-August-Galerie aufschlugen, war die Innenstadt noch belebt - schließlich waren die Geschäfte noch geöffnet. Obwohl sich laut Polizei "diverse Passanten in unmittelbarer Nähe" befanden, wurde niemand verletzt. Die Brandsätze hatten sich aus bislang ungeklärter Ursache nicht entzündet.
Zwei Passanten bekommen Flüssigkeit ab
Zwei Passanten alarmierten nach Polizeiangaben vom Sonnabend die Polizei, nachdem sie etwas von der Flüssigkeit der herunterfallenden Flaschen abbekommen hatten. Daraufhin seien sie hoch ins Gebäude gerannt und hätten eine Person davonlaufen sehen, so der Sprecher. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein und setzte auch einen Hubschrauber ein - vergeblich. Auf dem Dach des Einkaufscenters stießen die Beamten auf drei weitere mit einer Lunte versehene und offenbar mit Benzin gefüllte Flaschen. Eine davon brannte, konnte aber schnell gelöscht werden. Derzeit sei unklar, ob die Flaschen für ein anderes Vorhaben auf dem Dach des Einkaufszentrums deponiert werden sollten und aus Versehen herunterfielen oder ob sie mutwillig heruntergeworfen wurden, sagte der Sprecher.
Wer hat etwas auf dem Dach beobachtet?
Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um mehrere Täter handelt. Einer allein hätte die fünf Molotow-Cocktails nicht unbemerkt auf das Dach des Einkaufszentrums bringen können, so der Sprecher. Die Spurensicherung sei in der Nacht zu Sonnabend im Einsatz gewesen. Die sichergestellten Molotow-Cocktails würden nach Fingarabdrücken oder DNA-Spuren untersucht. Ob Kameras auf dem Parkdeck angebracht waren, die eventuell auswertbares Material enthalten, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. Die Polizei sucht weiterhin dringend nach Zeugen. Wer verdächtige Personen auf dem oberen Parkdeck oder im Bereich des Einkaufscenters gesehen hat oder andere Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter Telefon (0511) 109 55 55 zu melden.



Kommentar: Ist das eine weitere Strategie um Angst innerhalb der Bevölkerung zu verbreiten?