
Die australischen Forscher sind durch ihre Untersuchungen überzeugt, dass viele der mündlichen Überlieferungen und Legenden der australischen Ureinwohner reale Ereignisse beschreiben, die sich auch belegen lassen. So berichten die Mythen vom Stamm der Gunditjmara zum Beispiel von einer gewaltigen Welle, die den Meeresspiegel vor etwa 10.000 Jahren enorm ansteigen lassen haben soll und alles Leben tötete, was sich unterhalb der hohen Berge befand. Anhand der von den Gunditjmara exakt beschriebenen Orte, konnten die Wissenschaftler dort tatsächlich in Höhen zwischen 500 und 1.000 Metern Meeresablagerungen ausfindig machen, die eine große Flut bestätigen.
Doch nicht nur solche furchterregende Naturkatastrophen, auch astronomische Ereignisse konnten in ihren alten Legenden jetzt nachgewiesen werden. Ein in ihren Geschichten präzise beschriebener Feuerball, der hell leuchtend über den Himmel zog, bevor er explodierte, konnte als großer Meteorit identifiziert werden, der vor 4.700 Jahren in Australien einschlug und dutzende von Einschlagkratern hinterließ.
Solche Analysen der Mythen von Ureinwohnern zeigen deutlich, dass unsere Vorfahren sehr wohl das beschrieben, was sie sahen oder erlebten und es durchaus keine Hirngespinste oder Übertreibungen waren. Lediglich in ihren Beschreibungen waren sie natürlich etwas eingeschränkt, da sie bei Weitem nicht den Wortschatz zur Verfügung hatten, den wir heute nutzen. Leider lassen sich aber nicht alle Mythen der Aborigines auf reale Hintergründe hin untersuchen, da viele Geschichten auch geheim sind und nur sehr wenige Auserwählte aus ihrer Gemeinschaft Zugang zu diesem Wissen erhalten.



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