Fahrgäste, die am Mittwochmorgen mit der U7 Richtung Spandau gefahren sind, hatten allen Anlass, sich zu wundern: Statt der normalen Überwachungskameras der BVG waren in einem Waggon etwa 20 Kameras installiert.
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Außerdem wurden Werbeplakate mit einem Schild überklebt, das auf die Videoüberwachung hinwies. Die Verantwortlichen für die Aktion haben sich bislang nicht gemeldet.

War dies Street Art oder einfach eine Provokation von Datenschützern? Fakt ist, die BVG hat die Anzahl der Kameras auf den Bahnsteigen sowie in ihren Verkehrsmitteln erst im letzten Jahr erhöht, um die Sicherheit für die Fahrgäste zu erhöhen. Meinungen der Fahrgäste dazu sind gespalten.

Seit 2012 ist die Anzahl der Kameras in ganz Berlin um 25 Prozent gestiegen, mittlerweile wird der Berliner tagtäglich von insgesamt 14 765 Kameras bewacht (Stand: Ende 2015). Bei etwa 3.270 Kameras kann sogar eine Beobachtung in Echtzeit stattfinden. Von diesen Echtzeitkameras sind 2.370 an Standorten der BVG angebracht. Weitere Echtzeitkameras gibt es an Universitäten und Senatsverwaltungen, bei Polizeigebäuden und Bezirksämtern.
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Für viele Datenschützer ist diese Art der Videoüberwachung aber immer noch ein Kritikpunkt: Straftaten können nämlich durch Überwachung selten verhindert werden und sind als Beweismittel vor Gericht nicht immer anerkannt. Das Hauptargument der Datenschützer: Die Überwachung sei ein Eingriff in die persönliche Freiheit.

Wie man sich in dieser Frage auch positioniert — die Aktion in der Linie U7 sorgte bei den Fahrgästen für viel Aufmerksamkeit. Nun bleibt abzuwarten, wer sich zu der ungewöhnlichen „Dekoration“ der Waggons mit Kameras bekennen wird. auch die BVG weiß derzeit nicht, wer es war — trotz der flächendeckenden Videoüberwachung.

Mittlerweile hat BVG über Twitter mitgeteilt, dass es sich bei der Aktion um einen Scherz gehandelt habe.
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