Heinrich Peuckmann

Petrys ehemaliger Lehrer: Heinrich Peuckmann (66) hat zu viel von den Unwahrheiten seiner ehemaligen Schülerin.
Bergkamen - Ein ehemaliger Lehrer von AfD-Chefin Frauke Petry (40) rechnet auf Facebook mit seiner alten Schülerin ab.

Er wirft der 40-Jährigen bewusste Lügen und ein "verschrobenes undifferenziertes und verachtenswertes Welt- und Menschenbild vor".

Dieser Facebook-Post hat es in sich: Heinrich Peuckmann (66) war von 1974 bis 2011 Lehrer am Gymnasium in Bergkamen (bei Dortmund/NRW), wo Petry 1995 ihr Abitur ablegte. Der als Autor aktive Studienrat a.D. machte seinem Ärger über Ex-Schülerin Petry jetzt mal so richtig Luft.

In dem sozialen Netzwerk äußerte er sich zu den jüngsten verbalen Entgleisungen Petrys. Konkret reagierte der Lehrer auf die Behauptung Petrys, es gebe auch in Bergkamen Viertel, in die sich nicht mal mehr die Polizei traue.

Denn auch dort soll es schon vor dem Eintreffen der Flüchtlinge eine Ethnisierung von Gewalt gegeben haben, so Petry auf einer Pressekonferenz.

Screenshot facebook

Die Enttäuschung über seine ehemalige Schülerin ist dem Studienrat a.D. deutlich anzumerken.
Peuckmanns Antwort: "Nun gibt es in Bergkamen durchaus Viertel, in denen sich soziale Probleme zuspitzen, aber ein Viertel, in das sich die Bergkamener Polizei nicht mehr traut, gibt es wirklich nicht. Anderen Lügenpresse vorwerfen und selber lügen, wenn es darum geht, sein verschroben undifferenziertes und verachtenswertes Welt- und Menschenbild zu begründen, ist schon schäbig."

Dass er über ehemalige Schüler herzieht kommt eigentlich nicht vor. Auf die Bundesvorsitzende angesprochen äußerte er sich in einem früheren Zeit-Interview zurückhaltend. Er wolle nichts Schlechtes über ehemalige Schüler sagen, so der Studienrat damals.

Doch jetzt kam doch noch die bittere Abrechnung: "Jemanden wie Frauke mit so einem Menschenbild und mit plumper Verdrehung der Wahrheit möchte ich denn doch nicht mehr treffen." Äußerte der Lehrer weiter in seinem Facebook-Post.

Peuckmann hält Petry zwar nach wie vor für eine intelligente Frau, spricht ihr aber gleichzeitig jegliche Moral ab: "Die 'Zeit' hat mich mal nach ihr gefragt und ich habe einzig gesagt, dass Frauke eine intelligente Schülerin war. Man muss da, merke ich, begrifflich genau sein, intelligent, nicht klug. Denn mit Klugheit verbindet sich Moral. Die kann ich bei ihr nicht (mehr) erkennen."

Die Enttäuschung über seine ehemalige Schülerin ist dem Post deutlich anzumerken. Die Reaktionen aus dem AfD-Lager ließen natürlich nicht lange auf sich warten. Viele werfen dem Autor vor, er würde die Bekanntheit Petrys nutzen, um seine Bücher zu promoten.

Der Post geht auf Facebook mittlerweile durch die Decke: gut 3800 Mal wurde er geteilt und über 1600 Mal kommentiert.