
Bergkarabach gehört zu Aserbaidschan, wird aber von Armenien kontrolliert. Nach den Kämpfen meldeten beide Seiten zahlreiche Opfer und beschuldigten sich gegenseitig, den Waffenstillstand gebrochen zu haben. Der Feind habe die Armee von Bergkarabach mit Panzern und Artillerie angegriffen, sei aber zurückgeschlagen worden, erklärte das armenische Verteidigungsministerium. Wer wirklich hinter der Eskalation steckt, ist unklar. Aserbaidschan hat ein enges Verhältnis zu der benachbarten Türkei. Der Vordenker der US-Neocons, Zbigniew Brzezinski, schreibt in seinem Buch „Die einzige Weltmacht“, dass Aserbaidschan eine ähnlich wichtige geopolitische Rolle spielt wie die Ukraine. Mit dem Schicksal Aserbaidschans sei, so Brzezinski, auch das Schicksal Russlands verbunden.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion brach in den 90er-Jahren ein Krieg um Bergkarabach aus, der 1994 mit 30.000 Toten und einem Waffenstillstand endete. Dennoch kommt es dort immer wieder zu gewaltsamen Zusammenstößen, zuletzt im vergangenen Monat. Aserbaidschan droht regelmäßig, Bergkarabach mit Gewalt zurückzuerobern. Die jüngste Gewalt nährt Befürchtungen, der Konflikt in der von Öl- und Erdgas-Pipelines durchzogenen Region könnte sich ausweiten.



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