Mit Beginn der Waffenruhe in Syrien und der Befreiung mehrerer Städte aus der IS-Terrorherrschaft liegt die Last des Wiederaufbaus des in Trümmern liegenden Landes größtenteils auf den Schultern der Frauen, wie eine Reportage auf der RT-Webseite zeigt. Ihre Männer, Söhne und Brüder hätten die Frauen oft verloren, nun seien sie auf sich gestellt.

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Einst wurde Homs die Hauptstadt der Revolution genannt. Inzwischen erinnert einfach alles in dieser Stadt an den Militärkonflikt, der Tausende Einwohner das Leben gekostet hat. Die Frauen mussten sich auch in Kriegszeiten um die Bewahrung der Familien, die Basis einer jeden Gesellschaft, kümmern.
In Zeiten einer völlig zerstörten Wirtschaft hängen viele Frauen voll und ganz von Hilfsorganisationen und sozialen Initiativen ab. Eine der größten dieser Institutionen in Homs ist der „Verband der Märtyrer“. Um den Frauen zu helfen, wieder auf die Beine zu kommen, hat diese Organisation mehrere spezielle Unternehmen für Frauen gegründet, darunter auch eine Textilfabrik.
„Für uns war der Tod meines Mannes sehr schmerzhaft. Danach hat sich unser Leben sehr verändert. Es ist sehr schwer. Meine Kinder und ich haben eine starke Stütze verloren“, sagt eine Mitarbeiterin der Fabrik namens Ibtisam.
„Meine Tochter studierte an einer Universität. Sie musste ihr Studium aufgeben, weil ich es ihr nicht mehr bezahlen konnte. Was ich hier verdiene, ist mein einziges Einkommen“, erzählt eine andere Mitarbeiterin.
In der Fabrik sind etwa 200 Personen beschäftigt. Jeden Monat bekommen sie ein Grundgehalt und einen Teil des Geldes aus dem Verkauf und Brüder verloren. Hier werden Militäruniformen und zivile Kleidung hergestellt. Zunächst werden die Stoffe geglättet, dann werden sie geschneidert.
„Mein Sohn kam mit 27 Jahren ums Leben. Er wurde von einem Scharfschützen in den Kopf getroffen. Ich habe noch einen Sohn - er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist Soldat. Wir alle leben in großer Not“, sagte eine Frau namens Samira gegenüber RT.
Die Leitung der Fabrik kümmert sich um ihre Mitarbeiter: Es gibt es einen Raum für Kleinkinder, die noch nicht in die Schule gehen, einen Betriebsarzt, der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Verletzungen oder anderen gesundheitlichen Problemen behandelt.
Unter einem Dach tragen diese Frauen die schwere Last ihres Unglücks. Sie können als „anonyme Heldinnen Syriens“ bezeichnet werden. Trotz der schweren Schicksalsschläge, die sie während des Krieges aushalten mussten, glauben sie nach wie vor an die Zukunft und arbeiten, um ihren Familien eine solche zu ermöglichen.
In Syrien dauert seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt an, der nach UN-Angaben bereits mehr als 250.000 Opfer gefordert hat. Den Regierungstruppen und patriotischen Kräften Syriens stehen Kämpfer verschiedener bewaffneter Gruppierungen gegenüber.
Die russische Luftwaffe hatte seit Ende September auf Bitte der Regierung in Damaskus in Syrien Angriffe gegen Stellungen der Terrororganisationen Daesh, al-Nusra-Front und anderer geflogen. Diese Terrorgruppen hatten in den vergangenen Jahren weite Teile des Landes erobert. Mit Hilfe russischer Bomber, die Hmeimim in Latakia als Stützpunkt nutzen, konnte die syrische Regierungsarmee die Dschihadisten aus vielen Orten vertreiben.
Seit dem 27. Februar gilt in Syrien eine Waffenruhe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen. Die von Russland und den USA vermittelte Feuerpause nimmt Angriffe auf die vom UN-Sicherheitsrat als terroristisch eingestuften Gruppen aus.
Am 15. März ordnete Russlands Staatschef Wladimir Putin an, den Großteil der russischen Streitkräfte aus Syrien abzuziehen. „Die Aufgabe, die dem Verteidigungsministerium und den Streitkräften gestellt wurde, ist im Großen und Ganzen erfüllt“, begründete der Kremlchef seine Entscheidung.
Am 11. April beginnt in Genf eine neue Verhandlungsrunde zur Syrien-Regelung.
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