Ein Unwetter mit Sturmböen und Starkregen hat über dem Osten Bayerns getobt. Wie die Polizei mitteilte, krachte am Mittwochabend in Passau ein Baugerüst auf zwei haltende Autos. Verletzt wurde hierbei glücklicherweise niemand. Außerdem gerieten in der Dreiflüssestadt Ruderer in Not.
baugerüst
© privat
Zwischen Traunstein und Freilassing wurde der Zugverkehr unterbrochen. Zuvor sei ein Güterzug mit einem umgewehten Baum kollidiert und habe die Oberleitung beschädigt, teilte die Bayerische Oberlandbahn mit. In Straubing löste sich das Dach von einem Abbruchhaus, es musste von einer Spezialfirma gesichert werden. Am Autobahnkreuz Deggendorf warfen heftige Windböen mehrere Warnbaken um. Autofahrer mussten die Hindernisse umkurven. Im Stadtgebiet Deggendorf fiel ein Baugerüst von einem Einfamilienhaus um und beschädigte den Zaun eines angrenzenden Grundstückes. Ein Glutnest in Hirzau bei Deggendorf entwickelte sich durch die Windböen zu einem Böschungsbrand. Die Brandstelle war für die Feuerwehr schwer zu erreichen, aber dann schnell unter Kontrolle. Im Landkreis Pfarrkirchen mussten zwei umgestürzte Bäume durch die Feuerwehr beseitigt werden.

Das in Passau umgestürzte Baugerüst musste durch die Aufstellerfirma abgebaut werden, wozu die B 12 am Mittwochabend zeitweise für den Verkehr gesperrt wurde. Der entstandene Sachschaden an den beiden Pkw beträgt etwa 8000 Euro, der Schaden an dem Baugerüst liegt bei etwa 20.000 Euro.

Während des Unwetters ist den Einsatzkräften auch gemeldet worden, dass Ruderer in Not geraten sind. Feuerwehr und Sanka eilten mit Blaulicht zum Einsatzort, jedoch waren die Ruderer bis dahin schon an Land. Unbestätigten Informationen zufolge sollen sie von aufmerksamen Studenten gerettet worden sein.

pnp/dpa