
Von großer Bedeutung war dabei ein spezieller Effekt, den die Forscher Isotopenfraktionierung nennen. Dabei reagieren verschiedene Eisenisotope abhängig von ihrem Atomgewicht und den hohen Drücken etwas unterschiedlich mit anderen, leichteren Elementen. Da während der Bildungsphase des Erdkerns, Eisen und Eisenverbindungen aus dem Erdmantel in die Tiefe wanderten, müssten Gesteinsproben aus dem Erdmantel eine spezifische Isotopensignatur aufweisen, die dieser Isotopenfraktionierung entsprechen.
In einer Diamantpresszelle setzten Shahar und Kollegen nun verschiedene Eisenverbindungen hohen Drücken aus. Dabei zeigte sich, dass sich die Bildungsraten verschiedener Eisenisotope mit Wasserstoff oder Kohlenstoff geringfügig voneinander unterschieden. Folglich müsste sich dieser Isotopeneffekt auch in den Gesteinsproben aus dem Erdmantel wiederspiegeln. Dies war allerdings nicht der Fall. So konnten die Forscher zumindest ausschließen, dass Wasserstoff und Kohlenstoff zu den leichteren Elementen im Erdkern zählten.
Nun gilt es, weitere Eisenverbindungen auf ähnliche Weise zu überprüfen. Als mögliche Kandidaten für die leichten Elemente im Erdkern zählen die Forscher Sauerstoff, Silizium und Schwefel auf. Zukünftige Experimenten könnten nun zeigen, welche dieser Elemente im Lauf der Erdgeschichte unter hohen Drücken Verbindungen mit Eisen eingingen, um sich im Erdkern anzusammeln.



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