
Die Auswertung basiert auf Kepler-Beobachtungsdaten vom Juli 2015 und einem Planetenkandidaten-Katalog von insgesamt 4.302 potentiellen Planeten. Bei 1.284 dieser Kandidaten erbrachten Folgebeobachtungen eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 99 Prozent dafür, dass es sich wirklich um tatsächlich existierende Planeten handelt. Bei weiteren 1.327 Kandidaten handelt es sich wahrscheinlich ebenfalls um Planeten, doch sind weitere Beobachtungen notwendig, um dies noch zu bestätigen. Die verbleibenden 707 Signale wurden hingegen wahrscheinlich von anderen astrophysikalischen Phänomenen erzeugt.
Bei 550 der bestätigten 1.284 Planeten könnte es sich um erdartige Felsplaneten handeln. 9 dieser potentiellen Erdgeschwister könnten ihren Stern zudem innerhalb dessen habitabler, also lebensfreundlicher Zone umkreisen und damit die für flüssiges Wasser notwendigen gemäßigten Oberflächentemperaturen aufweisen. Damit steigt die Zahl der von Kepler entdeckten potentiellen erdähnlichen Planeten auf bislang insgesamt 21 an.
Insgesamt wurden bislang rund 5.000 Planetenkandidaten entdeckt. Mehr als 3.200 konnten als Planeten bestätigt werden - 2.325 alleine durch Kepler. Damit ist das 2009 gestartete Weltraumteleskop der bislang erfolgreichste Planetensucher überhaupt. Doch schon jetzt steht mit dem „Transiting Exoplanet Survey Satellite“ (TESS) sein Nachfolger in den Startlöchern, der ab 2018 statt 150.000, 200.000 helle Sterne in relativer Sonnennähe ins Visier nehmen und sich auf die Suche nach erdartigen und erdähnlichen Planeten sowie sogenannten Super-Erden (Felsplaneten von der vielfachen Masse unserer Erde) konzentrieren soll.



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