n-tvDo, 26 Mai 2016 04:47 UTC
Was hat Krebs mit der Finanzkrise zu tun? Sehr viel, wenn man einer neuen Studie glauben darf. Der Zusammenbruch der Märkte habe dazu geführt, dass weltweit Hunderttausende Menschen mehr an Krebs starben.

© Euro Financial Crisis Word Cloud – Green / EuroCrisisExplained / flickr / CC BY 2.0
Die Finanzkrise hat einer Studie zufolge zwischen 2008 und 2010 weltweit zum Tod von 500.000 Menschen durch Krebs beigetragen. Zahlreiche Patienten hätten nicht mehr angemessen behandelt werden können, weil sie arbeitslos geworden seien oder Einschnitte im Gesundheitswesen vorgenommen worden seien, heißt es in der im Magazin
The Lancet veröffentlichten Studie des Londoner Imperial College.
Demnach beobachteten die Forscher, dass jeder Anstieg der Arbeitslosigkeit und jeder Rückgang der Gesundheitsausgaben zu einem Anstieg der Krebstoten führt. Die Zahl der zusätzlichen Krebsopfer werde in den Mitgliedsländern der Organisation für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD)
auf 260.000 geschätzt.
Weltweit könne dann von mehr als 500.000 zusätzlichen Todesopfern durch Krebs ausgegangen werden. Allein in der EU seien schätzungsweise 160.000 Menschen zusätzlich an Krebs gestorben.
Unabhängig von der Finanzkrise sind in Deutschland laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2014 knapp 234.000 Menschen einem Krebsleiden erlegen. Damit war Krebs die häufigste Todesursache in Deutschland. Noch häufiger sterben Menschen an Herz-Kreis-Lauf-Krankheiten.
Quelle: n-tv.de , vpe/AFP
Kommentar: Die Ergebnisse der
Lancet-Studie geben die Erfahrungen von Gabor Mate wieder, dass zum Beispiel unterdrückte Emotionen Krebs und andere Krankheiten verursachen können.
- Dr. Gabor Maté: "Wenn der Körper Nein sagt - Die Verbindung zwischen Stress und Krankheiten verstehen" - Eine außergewöhnlich wichtige Arbeit
Dazu ein Auszug aus dem Artikel:
Dr. Gabor Maté, mit Wohnsitz in Vancouver, behauptet, dass viel zu viele Ärzte das zu vergessen scheinen, was einstmals eine weitverbreitete Annahme war - dass Emotionen sehr stark sowohl mit der Entstehung von Krankheiten als auch mit der Wiedererlangung der Gesundheit zusammenhängen. Basierend auf medizinischen Studien und seiner eigenen Erfahrung mit chronisch kranken Patienten in der Abteilung der Palliativpflege im Krankenhaus in Vancouver , wo er sieben Jahre lang der medizinische Koordinator war, liefert Maté die Gründe dafür, dass wichtige Verbindungen zwischen der Psyche und dem Immunsystem bestehen. Er hat herausgefunden, dass Stress und das emotionale Temperament eines Individuums eine kritische Rolle in einer Reihe von Krankheiten spielen, einschließlich Krebs, Herzkrankheiten, Diabetes, Reizdarmsyndrom, mulitple Sklerose und Arthritis.
Kommentar: Die Ergebnisse der Lancet-Studie geben die Erfahrungen von Gabor Mate wieder, dass zum Beispiel unterdrückte Emotionen Krebs und andere Krankheiten verursachen können.
- Dr. Gabor Maté: "Wenn der Körper Nein sagt - Die Verbindung zwischen Stress und Krankheiten verstehen" - Eine außergewöhnlich wichtige Arbeit
Dazu ein Auszug aus dem Artikel: