Wie der belgische Sender RTBF berichtete, war die siebenköpfige Gruppe während eines Waldspaziergangs am Nachmittag vom heftigen Regen überrascht worden. Unter der Brücke wurden sie von den stark angeschwollenen Wassern des Flüsschens Bayon fortgerissen. Sechs der Spaziergänger konnten gerettet werden, sie erlitten nur Unterkühlungen.
Nach stundenlanger Suche fanden die Rettungskräfte schließlich den leblosen Körper der Frau gegen 21.45 Uhr in der Nähe, wie der Bürgermeister des Ortes am späten Abend mitteilte. Das Alter der Verunglückten wurde vom Nachrichtenportal Sudpresse.be mit 76 Jahren angegeben.
Welkenraedt gehörte neben Lontzen und Herbesthal zu den am stärksten von den Unwettern betroffenen Orten im Osten Belgiens. Die durch den Ort laufende Neutralstraße (Nationalstraße 67) musste zeitweilig gesperrt werden, berichtete die Zeitung Grenzecho. Auch im Zentrum wurden mehrere Straßen abgeriegelt. Mehrere Häuser in Lontzen waren nicht mehr bewohnbar, die Bewohner mussten in Notunterkünften untergebracht werden.
Das Gelände einer tiefer gelegenen Gärtnerei an der Neutralstraße lief meterhoch voll Wasser. Von mehreren vor den Gebäuden geparkten Firmen- und Kundenautos ragten nur noch die Dächer aus den Fluten. Ein Amateurvideo zeigt das Ausmaß der Schäden.
Der starke Regen führte auch an etlichen anderen Orten in Ostbelgien zu Überschwemmungen. Neben Welkenraedt stand auch die Stadt Verviers stellenweise unter Wasser. Straßen wurden überflutet, Autos und Gebäude liefen voll, Bäume stürzten um. Feuerwehren und Helfer waren überall im Dauereinsatz. Die Sachschäden dürften erheblich sein.
Insgesamt forderten die Unwetter in der Wallonie vier Menschenleben. Am Montag verlor der Fahrer eines Transporters bei Walcourt südlich von Charleroi auf der Nationalstraße auf nasser Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Wagen prallte gegen einen Mast, der Fahrer war sofort tot. Er wäre am Dienstag 45 Jahre alt geworden.
In Momignies, ebenfalls südlich von Charleroi gelegen, starb ein 83-jähriger Hausbewohner in seinem überfluteten Keller. Im Ardennenort Nassogne kam ein 60-jähriger Imker beim Versuch ums Leben, seine Bienenstöcke in Sicherheit zu bringen.






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